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Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement (Großhandel): Schulische Lernfelder in die Praxis bringen

Nach der Fachoberschule hat Memo A. (25) sich für eine duale Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement entschieden. Die Mischung aus Theorie und Praxis gefällt ihm besonders gut.

Eine Frau mit Brille sitzt an einem Schreibtisch mit Computer. Ihre Hände liegen dabei auf der Tastatur. (Foto: Markus Hansen | Bundesagentur für Arbeit)

Wirtschaft und Verwaltung waren Memos Schwerpunkte in der Fachoberschule. „Weil mir diese Themenbereiche gut gefielen, habe ich mich bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur darüber informiert, welche Ausbildungsberufe in Frage kommen“, erzählt der 24-Jährige. Die vielfältigen Aufgaben eines Kaufmanns im Groß- und Außenhandelsmanagement sprachen ihn am meisten an, sodass er sich nach der 12. Klasse mit dem Abschluss der Fachhochschulreife für eine Ausbildung bei der hessischen Firma Flach bewarb, einem Lebensmittel- und Non-Food-Lieferanten unter anderem für die Gastronomie sowie für Hotellerie und Betriebsrestaurants.

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Ein Porträt-Foto von Memo A.  (Foto: Maren Gleim) Ein Porträt-Foto von Memo A.  (Foto: Maren Gleim)

Memo A.

Mittlerweile befindet sich Memo im zweiten von drei Lehrjahren und hat schon einen Teil des Familienunternehmens kennengelernt. „Alle drei Monate wechsle ich die Abteilung. Ich war bereits im Bereich Obst und Gemüse, im Trockenlager, im Tiefkühlbereich, beim Einkauf und bei der Buchhaltung. Demnächst stehen noch der Fuhrpark und der Vertriebsinnendienst an.“ In jeder Abteilung gibt es feste Azubi-Aufgaben, die die Auszubildenden nach einer Einführung selbstständig übernehmen. Dazu gehört zum Beispiel die Annahme der Waren und deren Erfassung im System, der Abgleich von Preislisten oder das Abheften von Lieferscheinen. Weitere spezifische Aufgaben kommen in jeder Abteilung hinzu. Etwas Besonderes war das Azubi-Projekt zum Thema Nachhaltigkeit: Alle Auszubildenden aus den beiden Standorten von Flach lernten gemeinsam in Vorträgen der Geschäftsführung und eines Wirtschaftsunternehmens viel über das Thema Nachhaltigkeit, nahmen an einer Essensausgabe für Bedürftige teil und schrieben für die Mitarbeiterzeitung einen Beitrag über das Projekt. 

Theorie und Praxis eng verzahnt

„Bisher gefiel es mir am besten in der Abteilung Einkauf und Marketing, weil ich da viel mit Kunden und Lieferanten zu tun habe und auch auf Messen und Ausstellungen gehen kann – ich mag den Kontakt zu den verschiedensten Leuten“, berichtet Memo. Ob und in welcher Abteilung er übernommen wird, steht noch nicht fest, schließlich ist erst knapp die Hälfte der Ausbildungszeit vergangen.

Einmal in der Woche und alle zwei Wochen zusätzlich an einem Freitag geht der angehende Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement in die Berufsschule. „Der Unterricht ist in zwölf Lernfelder aufgeteilt, die wir anschließend in der Praxis umsetzen – diese Mischung finde ich besonders gut an der dualen Ausbildung“, erläutert der Auszubildende. Zu den Lernfeldern gehören zum Beispiel die Themenkomplexe „Beschaffungsprozesse durchführen“, „Ein Marketingkonzept entwickeln“ oder „Aufträge kundenorientiert bearbeiten“. Hinzu kommen die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Politik und Englisch. Die Wirtschaftsthemen findet Memo besonders interessant, und dank seiner Vorkenntnisse aus der Fachoberschule liegen sie ihm besonders gut. Die Abwechslung, die sich der 24-Jährige für seine duale Ausbildung gewünscht hat, ist auf jeden Fall garantiert.

Video: Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement

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