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Kaufmann für Versicherungen und Finanzen: Zuhören können

Weil er sich gern mit Finanzen und mit Menschen beschäftigen wollte, wählte Milan Lautenbach (20) eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen der Fachrichtung Finanzberatung.

Ein junger Mann sitzt an einem Büroarbeitsplatz und telefoniert. (Foto: Fischer)

Nach dem Abschluss des Wirtschaftsgymnasiums absolvierte Milan Lautenbach zunächst einen Bundesfreiwilligendienst bei einem Rettungsdienst. „Hier habe ich gemerkt, dass ich nicht nur einen Bürojob haben, sondern gern auch Menschen helfen will“, erinnert sich der 20-Jährige. Er recherchierte, welche Berufe mit Zahlen sich anbieten, stieß auf die Ausbildung zum*zur Kauf-mann*frau für Versicherungen und Finanzen der Fachrichtung Finanzberatung und bewarb sich bei der unabhängigen Beratergesellschaft Formaxx in Würzburg. „Wir sind keine Versicherungsvertreter, die nur die Produkte aus ihrem Haus anbieten, sondern können unseren Mandanten alle Finanz- und Versicherungsangebote zur Verfügung stellen, die es auf dem Markt gibt“, erklärt er den Unterschied zu einer Arbeit bei einem Versicherungsunternehmen.

Finanzwissen aufbauen

Bild von Milan Lautenbach (Foto: privat) Bild von Milan Lautenbach (Foto: privat)

Milan Lautenbach

Milan Lautenbach befindet sich derzeit im zweiten von drei Ausbildungsjahren. „Im ersten Lehrjahr haben wir ,Vertriebsverbot‘. Das heißt, wir dürfen noch keine Man-danten beraten, bevor wir nicht erst Fachwissen im Detail aufgebaut haben“, berichtet der Auszubildende. Interne Seminare und Veranstaltungen der Versicherungsgesellschaften, auf denen neue Produkte vorgestellt werden, hat er inzwischen schon viele besucht. „Ich habe zum Beispiel gelernt, wie Versicherungsverträge aufgebaut sind und aus welchen Parametern sie bestehen.“

Im zweiten Ausbildungsjahr bereitet er nun Präsentatio-nen für die Beratungstermine der erfahrenen Kolleg*innen vor und kann auch eigene Mandant*innen akquirieren. Die ersten eigenen Mandate betreut Milan Lautenbach bereits. „Die meisten kommen zu uns ins Büro, wir haben also keine klassischen Außendiensttermine bei den Mandanten zu Hause.“

Unterlagen digital

Die Digitalisierung hat auch in Milan Lautenbachs Arbeitsalltag Einzug gehalten. „Fast alle Unterlagen, von den Beratungsprotokollen bis zu den Vertragsanträgen, werden bei uns digital verwaltet. Dazu musste ich mich mit der internen EDV aus unserem Hause vertraut machen“, berichtet er.
Doch neben Kenntnissen digitaler Prozesse und einer Affinität zu Zahlen darf das Persönliche nicht zu kurz kommen. Kaufleute für Versicherungen und Finanzen müssen sich auf ihre Kund*innen einlassen, sie müssen zuhören und den Bedarf der Mandant*innen ermitteln. Das erfolgt in der Regel über persönliche Treffen. Zu Zeiten von Corona werden viele Gespräche jedoch per E-Mail, Videokonferenz oder Telefon geführt. „Mir gefallen vor allem die Termine, die mit voll zufriedenen Kunden enden“, sagt Milan Lautenbach, der sich selbst nach dem Berufsabschluss ein klares Ziel gesetzt hat: Er möchte ein guter Berater werden und sich seinen eigenen Stamm an zufriedenen Mandant*innen aufbauen.

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Video: Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen

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