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Handelsfachwirtin: Zwei Abschlüsse in drei Jahren

Die Ausbildung zur Handelsfachwirtin schließt gleich zwei Abschlüsse mit ein. Valentina Ohlert (26) ist beim Bio-Supermarkt denn's in Prien am Chiemsee angestellt und steckt gerade mittendrin.

Eine Frau arbeitet in einem Supermarkt an der Käsetheke. (Foto: Thorsten Mischke)

Seit ein paar Monaten ist Valentina Ohlert ausgelernte Kauffrau im Einzelhandel – und das nach nur eineinhalb Jahren Ausbildung. Das liegt daran, dass sie am Abiturientenprogramm ihrer Firma teilnimmt. „Deshalb konnte ich den Abschluss schneller machen. Als nächstes steht dann die Handelsfachwirtin an“, erklärt sie.

Mit dieser Weiterbildung kann sie viel schneller auf der Karriereleiter vorankommen. „Ich werde auf eine Führungsposition vorbereitet und könnte dann direkt Filialleiterin werden oder sogar Bezirksleiterin. Dann wäre ich für mehrere Märkte verantwortlich. Oder ich werde Ausbilderin oder gehe in den Einkauf. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.“

Spaß am Kundenkontakt

Foto von Valentina Ohlert  (Foto: privat) Foto von Valentina Ohlert  (Foto: privat)

Valentina Ohlert

Eigentlich hatte Valentina Ohlert Philosophie studiert. Doch nach dem Abschluss merkte sie, dass das noch nicht das richtige war. Über eine Teilzeitstelle bei denn's kam sie zum Abiturientenprogramm. „Ich bin Hobby-Köchin und arbeite gerne mit Lebensmitteln. Im Bio-Supermarkt gibt es viele ungewöhnliche Früchte und Gemüse und es macht Spaß, die Kunden zu beraten, was sie damit machen können.“

Die Freude am Kontakt zu Menschen, Geduld und Freundlichkeit sind wichtige Voraussetzungen für ihren Job. „Die Arbeitszeiten sind manchmal eine Herausforderung. Die Frühschicht beginnt um 6 Uhr, wenn viel los ist etwas früher. Und samstags zu arbeiten darf einen auch nicht abschrecken.“ Genauso wenig wie Mathe, denn etwa ein Drittel der Ausbildung besteht aus Warenwirtschaft, Preiskalkulation und Finanzbuchführung. „Ich lerne auch viele rechtliche Grundlagen und Marketing.“

Einblicke in die Führungsebene

Die meiste Zeit ihrer Ausbildung verbringt die 26-Jährige im Markt. Zwischendurch hat sie immer wieder Blockunterricht, allerdings nicht an der Berufsschule, sondern an der Akademie für Handel in München. In den sogenannten Studienphasen büffelt sie die Theorie. Nach der abgeschlossenen Ausbildung zur Kauffrau lernt sie jetzt noch die Führungs- und Organisationsebene im Unternehmen kennen.

„Erst mal mache ich meinen Ausbilderschein. Danach gehe ich in andere Märkte und begleite auch mal meinen Bezirksleiter, bekomme mehr Einblicke ins Rechnungswesen, in die Arbeit in der Zentrale und in der Logistik.“ In einem Jahr ist Valentina Ohlert fertig und schon gespannt auf das, was sie erwartet.

So sieht ein typischer Tagesablauf aus ...