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Know before you go – so findest du einen Job im Ausland

Frauenhand zeigt mit Stift auf eine Landkarte
Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit hilft dir bei der Planung deines Auslandsaufenthalts.
Foto: Frank Pieth

Jobben im Ausland

Know before you go – so findest du einen Job im Ausland

Claudia Süß, Beraterin der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV), spricht mit abi» darüber, was beachtet werden muss, wenn man nach dem Abi eine Zeitlang im Ausland jobben will.

abi» Frau Süß, in welchen Bereichen können Abiturienten einen Job finden?
Claudia Süß: Klassischerweise sind das Saisonjobs in der Gastronomie und Hotellerie. Infrage kommen auch Tätigkeiten, bei denen muttersprachliche Kenntnisse gesucht werden, etwa bei Callcentern, die im Ausland deutschsprachige Kunden betreuen. Wer seine Berufswahlentscheidung überprüfen will, kann fachspezifisch suchen. Wenn noch keine Qualifizierung und Berufserfahrung vorhanden ist, sollte man berücksichtigen, dass man als Hilfskraft gesehen wird.

abi» Wo findet man Jobangebote?
Claudia Süß: Mit der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit findet man auch internationale Angebote. Zudem kann man bei der nationalen Arbeitsverwaltung des Ziellands recherchieren. Das EURES-Netzwerk, in dem alle europäischen Arbeitsverwaltungen zusammenarbeiten, bietet ebenfalls ein Stellenportal.

Portraitfoto von Claudia Süß.

Claudia Süß

Foto: Karin Schliffke

abi» Was ist bei der Bewerbung zu beachten?
Claudia Süß: Idealerweise formuliert man sie in der Landessprache – es sei denn, die Ausschreibung ist auf Englisch. Man sollte stets erklären, was die Motivation ist, die Tätigkeit gerade im Ausland machen zu wollen. Allein dafür ist es wichtig zu überlegen, welches Ziel man mit dem Jobaufenthalt vorrangig verfolgt: Berufserfahrung sammeln, Sprachkenntnisse verbessern, andere Kulturen kennenlernen? Solche Gedanken sollte man sich auch einmal in Ruhe offline machen und sich beraten lassen – zum Beispiel von der ZAV.

abi» Was gibt es organisatorisch zu tun?
Claudia Süß: Vor allem wer ins außereuropäische Ausland geht, sollte früh mit der Stellensuche und der Bewerbung anfangen, da es einiges zu regeln gibt. Insbesondere die Visa-Erteilung kann länger dauern. Auch das Thema Sozialversicherung ist wichtig. Im EU-Ausland sind die Systeme weitgehend harmonisiert. Bei anderen Ländern muss man sich informieren, ob es Abkommen gibt und sich eventuell freiwillig versichern. Auch die Kosten müssen bedacht werden: Anreise, Unterkunft, Verpflegung müssen finanziert werden, meist reicht der Lohn dafür nicht aus.

abi» Wie bereite ich mich persönlich vor?
Claudia Süß: Das EURES-Motto lautet: „Know before you go“. Man sollte sich über die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort informieren. Grundkenntnisse in der Landessprache sind wichtig – nur so kommt man mit Menschen in Kontakt – ganz im Sinne von networking!

abi>> 18.11.2019