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Das musst du rund ums BAföG wissen

Foto eines Formblattes.
Ein BAföG-Antrag besteht aus verschiedenen Formblättern: Es ist wichtig zu wissen, welche man benötigt.
Foto: Axel Jusseit

FAQ

Das musst du rund ums BAföG wissen

abi» klärt für dich die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den BAföG-Antrag.

1. Woher bekomme ich den Antrag?
2. Wer kann BAföG beantragen?
3. Wonach richtet sich der Anspruch?
4. Was muss ich im Antrag angeben?
5. Wann muss ich den Antrag einreichen?
6. Wie hoch ist das BAföG?
7. Ab wann wird das Geld ausgezahlt?
8. Für wie lange wird BAföG bewilligt?
9. Wie funktioniert die Rückzahlung?

 Woher bekomme ich den Antrag?

Der Antrag besteht aus mehreren Formblättern. Die bekommst du bei den Ämtern für Ausbildungsförderung an deiner Hochschule oder im Internet unter www.bafoeg.de. Kontaktdaten der BAföG-Ämter findest du hier.

Wer kann BAföG beantragen?

Grundsätzlich hat jeder rechtlichen Anspruch auf die Unterstützung während des Studiums, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Das zuständige BAföG-Amt prüft die Ansprüche und Anträge. Deswegen empfiehlt sich eine Beratung schon vor dem Studium beziehungsweise eine Antragstellung spätestens nach Erhalt der Hochschulzulassung.

Wonach richtet sich der Anspruch?

Förderungswürdig ist, wer bei Beginn eines Bachelorstudiums beziehungsweise Staatsexamens nicht älter als 30 Jahre alt ist und ein Vollzeitstudium absolvieren möchte. Wirtschaftliche Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Eigene Vermögenswerte wie Bargeld, Girokonten oder Auto sind bis 7.500 Euro frei. Ab dem Wintersemester 2020/21 erhöht sich die Grenze auf 8.200 Euro. Das bedeutet: Sie beeinflussen den Förderungsbetrag nicht. Ähnlich verhält es sich mit dem eigenen Einkommen, das zum Beispiel bei einem Minijob bis 5.400 Euro in zwölf Monaten (durchschnittlich 450 Euro pro Monat) anrechnungsfrei ist. Auch das Einkommen der Eltern beziehungsweise des Ehepartners beeinflusst die Förderung.

Was muss ich im Antrag angeben?

In den Formblättern werden Angaben über die eigene Person, die Eltern und die Geschwister, zum Studium, zur Wohnsituation und zum eigenen Einkommen abgefragt. Verlangt wird zudem eine Studienbescheinigung nach §9 BAföG: Die bekommst du von deiner Hochschule mit den Semesterunterlagen zugeschickt.

Wann muss ich den Antrag einreichen?

Empfehlenswert ist, den Antrag bereits vorzubereiten, bevor der Zulassungsbescheid der Hochschule kommt. Sobald die Zulassung der Hochschule da ist, sollte man den BAföG-Antrag zügig einreichen.

Wie hoch ist das BAföG?

Der monatliche Förderhöchstbetrag liegt aktuell bei 853, ab 2020 bei 861 Euro für Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen und keine Kinder haben. Im Durchschnitt erhalten BAföG-Empfänger derzeit 435 Euro.

Ab wann wird das Geld ausgezahlt?

Die Auszahlung erfolgt nicht rückwirkend ab Studienbeginn, sondern frühestens ab dem Monat der Antragstellung. Dabei zählt der Tag, an dem der Antrag beim Amt eingeht, nicht der des Herunterladens oder des Abholens der Formblätter. Die reine Bearbeitungszeit beim Amt kann mehrere Monate beanspruchen.

Für wie lange wird BAföG bewilligt?

In der Regel wird BAföG für ein Jahr bewilligt und jedes Jahr, nach Einreichen des Weiterförderungsantrages, neu berechnet.

Wie funktioniert die Rückzahlung?

Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer, der maximale Zeitraum für die Tilgung beträgt 20 Jahre. Im Normalfall muss die Hälfte der erhaltenen BAföG-Förderung, aktuell höchstens aber 10.010 Euro, zurückbezahlt werden. Bei einer ganz- oder teilweisen Förderung durch Volldarlehen gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Die Rückzahlungsrate beträgt ab dem 1. April 2020 monatlich 130 Euro. Wer seine Darlehensschuld ganz oder teilweise vorzeitig ablöst, erhält auf Antrag einen prozentualen Nachlass.

abi>> 11.11.2019