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Wohnen im Studium: An alles gedacht?

Wohnungsübergabe, Umzug, Behördengänge: Damit du beim Bezug deiner ersten eigenen Bleibe nichts vergisst, hat abi» dir eine Übersicht zusammengestellt.

Ein grüner Stift setzt an, einen Haken in einer Checkliste zu machen

Sechs bis drei Monate vor Studienbeginn

  • Überlege dir genau, wie du wohnen möchtest. Welche Wohnform passt zu dir und welche kannst du dir leisten?
  • Informiere dich über die Mietpreise in deiner Hochschulstadt und passe deine Studienfinanzierung entsprechend an.
  • Willst du in einem Studierendenwohnheim wohnen, ist ebenfalls Recherche gefragt: Welche Wohnheime gibt es vor Ort und wie sind sie ausgestattet? Welche Träger gibt es? Wo muss man sich bewerben und welche Unterlagen braucht man dafür?

Ab Zulassung zum Studium

  • Beginne frühzeitig mit der Wohnungssuche. Zu Semesterbeginn ist die Nachfrage am größten.
  • Wohnungen und WG-Zimmer findest du in Tageszeitungen, am Schwarzen Brett der Hochschule, in Wohnungsbörsen, bei Mietzentralen oder Maklerinnen und Maklern. Dort oder in den sozialen Netzwerken kannst du auch ein eigenes Wohnungs- oder WG-Gesuch aufgeben. Ist die Wohnungsnot in deiner Studienstadt groß, kann die Suche zeitaufwendig werden.
  • Besichtige die Wohnungen persönlich und lerne die potenziellen WG-Mitbewohnerinnen und -Mitbewohner kennen. Nur so findest du heraus, ob diese und die Räume zu dir passen.
  • Wenn du in einem Studierendenwohnheim wohnen möchtest, solltest du dich möglichst bald beim Studierendenwerk deiner Hochschulstadt oder einem anderen Träger bewerben.

Vor dem Umzug

  • Wenn du eine Bleibe gefunden hast, unterschreibst du den Mietvertrag. Oftmals wird zu Mietbeginn eine Kaution fällig. Die Höhe darf drei Monatsmieten nicht überschreiten. Kläre mit deiner Vermieterin oder deinem Vermieter, wo die Kaution angelegt wird.
  • Um die Miete abbuchen zu lassen, musst du gegebenenfalls ein Girokonto bei einer Bank einrichten. Kläre außerdem, ob die Haftpflichtversicherung über deine Eltern abgedeckt ist oder ob du selbst eine brauchst.
  • Dann folgt die Wohnungs- und Schlüsselübernahme. Achte bei der Wohnungsbegehung genau auf schon vorhandene Schäden und fotografiere sie. Zur Übergabe gehört auch ein Protokoll mit den Zählerständen für Strom, Wasser und Heizung (Gas).
  • Schon vor dem Umzug solltest du bei einer Filiale der Deutschen Post einen Nachsendeantrag stellen, damit du deine Post an die neue Adresse geschickt bekommst. Außerdem ist es sinnvoll, Telefon oder DSL frühzeitig zu beantragen, da die Bereitstellung einige Zeit dauern kann.
  • Hast du den Schlüssel zur Wohnung, kannst du mit dem Ausmessen beginnen und dir die Möbel kaufen, die du noch brauchst.
  • Besorge dir genügend Umzugskartons, um deine Sachen für den Transport verpacken zu können.
  • Kümmere dich rechtzeitig um einen Transporter oder einen Anhänger.
  • Bitte ein paar Freundinnen und Freunde, dir beim Umzug zu helfen.

Umzug

  • Falls Parkplätze vor deinem neuen Zuhause schwer zu bekommen sind, kannst du beim Ordnungsamt für den Umzugstag gegen Gebühr einen Platz reservieren. Günstiger ist es, jemanden vorzuschicken, der den nächsten freien Parkplatz blockiert.
  • Für den Aufbau der Möbel solltest du das passende Werkzeug griffbereit haben.

Nach dem Umzug

  • Bis zwei Wochen nach dem Umzug musst du deinen neuen Wohnsitz bei der Stadtverwaltung anmelden. Bleibst du im Erstwohnsitz bei deinen Eltern wohnen, kann in manchen Gemeinden eine Zweitwohnsitzsteuer fällig werden.
  • Nun gilt es noch, die neue Adresse mitzuteilen. Denke dabei besonders an die Hochschule, eventuell deinen Arbeitgeber, das BAföG-Amt, Banken, Versicherungen, Handy-Anbieter, Vereine, Zeitschriften-Abos und natürlich an deine Freundinnen, Freunde und Bekannten.