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Wirtschaftsinformatik: Informativ und packend

Philipp Flügger (22) studiert Wirtschaftsinformatik an der Universität Trier. Durch die Mischung aus Informatik und Betriebswirtschaft erhofft er sich vielseitige Einsatzmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

Zwei Mädchen arbeiten in einem Klassenzimmer am Computer (Foto: Ingo Wagner)

Wem kann die Bank einen Kredit gewähren? Für wen ist welche Werbung am sinnvollsten? Und wie muss ein neues Produkt beschaffen sein, damit es beim Kunden ankommt? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich Philipp Flügger: „Es ist faszinierend, was man mit Data Mining, also mit der Analyse großer Datenmengen, alles herausfinden kann.“ Während seines Bachelorstudiums im Fach Wirtschaftsinformatik an der Universität Trier hat er sich in einem Projekt mit der Anwendung statistischer Methoden auf große Datenbestände beschäftigt. Mithilfe von Algorithmen hat er Softwaremodelle gebaut, um herauszufinden, was mit Data Mining alles möglich ist.

Bachelorarbeit über Chatbots

Porträtfoto Philipp Flügger (Foto: privat) Porträtfoto Philipp Flügger (Foto: privat)

Philipp Flügger

Philipp Flügger ist mittlerweile im sechsten Semester und steht kurz vor dem Abschluss. Seine Bachelorarbeit will er über Chatbots schreiben, Programme, die einem Internetnutzer in Chats Antworten auf ihre Fragen geben oder sogar einfache Gespräche mit ihnen führen können. „Das Unternehmen, in dem ich meine Bachelorarbeit schreibe, habe ich in einem praktischen Studienprojekt kennengelernt. Mit fünf Studenten haben wir einen Prototypen für ein Online-Support-Center für das Unternehmen entwickelt“, berichtet Philipp Flügger. Der 22-Jährige hat sich für das Studium der Wirtschaftsinformatik entschieden, weil er sich schon als Schüler für Computer interessierte, aber nicht nur programmieren wollte. „Das Studium ist eine ausgewogene Mischung aus Informatik, Betriebswirtschaft (BWL) und Wirtschaftsinformatik“, berichtet Philipp Flügger. „Man sollte sich also für alle Bereiche gleichermaßen interessieren.“ In den ersten Semestern ging es in allen drei Fächern um die Grundlagen. Mathematik und Statistik gehörten ebenso dazu wie Marketing und Rechnungswesen sowie Künstliche Intelligenz – ein Schwerpunkt der Universität Trier. Nicht umsonst ist das Fach Wirtschaftsinformatik dort an die mathematisch-wirtschaftliche Fakultät angegliedert. Auch das Management von Softwareprojekten war Teil seines Studiums.

Affinität zu Mathe und Wirtschaft

Wie viele seiner Kommilitonen hatte auch Philipp Flügger Respekt vor den Mathematik-Vorlesungen, die weit über den Mathe-Unterricht an der Schule hinausgehen. „Mittlerweile wurde die Studienordnung geändert und Mathe etwas zurückgefahren – aber ohne eine Affinität zu Zahlen geht es noch immer nicht“, ist er überzeugt. Auch die BWL-Inhalte sollte man nicht unterschätzen, sagt er. „Wer nur an Computer und Software interessiert ist, wird an Wirtschaftsinformatik wenig Freude haben.“

Im Laufe des Studiums wählen die Studierenden diverse Spezialisierungen. Philipp Flügger hat sich für Webentwicklung, Data Mining und Marketing entschieden. Nach dem Bachelorabschluss plant er ein Masterstudium, entweder ebenfalls in Wirtschaftsinformatik oder im neuen Studiengang Data Science, in dem es verstärkt um Mathematik und Statistik geht. „Vielleicht sammle ich vorher noch ein bisschen Berufserfahrung, denn bisher habe ich keine Praktika absolviert. Ich denke aber, die Chancen auf einen guten Berufseinstieg stehen mit meinen Abschlüssen auf jeden Fall gut.“ Sein Traumjob: als Vermittler zwischen Fachabteilung und Entwicklung arbeiten.