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Psychologie

Ausbildung zum Wissenschaftler

Jan Killisch (22) wünschte sich ein Studium mit wissenschaftlicher Komponente und einen Beruf, in dem er mit Menschen zu tun hat. Das Fach Psychologie stellt für ihn die ideale Kombination dar.

Foto von einem Gehirn

Die menschliche Psyche verstehen, das ist die Aufgabe der Psychologie.

Welche Bedeutung die Psychologie für ihn hat, wurde Jan Killisch während eines Running Dinners bewusst, bei dem sich Mannheimer gegenseitig bekochen. Der 22-Jährige traf dabei auf Psychologie-Studierende und unterhielt sich lange über Theorien darüber, wie Menschen Erlebnisse verarbeiten und ihr Verhalten einzuordnen ist.

Während der Schule hatte Jan Killisch zunächst mit einem Informatikstudium geliebäugelt. „Ich hatte aber Sorge, dass ich im Job zu viel Zeit vor dem Computer und im Büro verbringen würde.“ Lieber wollte er einen Beruf mit viel Menschenkontakt und ein Studium mit einer starken wissenschaftlichen Komponente. Seine Recherchen im Internet über verschiedene Studiengänge führten ihn immer wieder zur Psychologie. „Mich haben dabei auch die Elemente Naturwissenschaften und angewandte Mathematik gereizt.“

Mathe-Leistungskurs war gute Entscheidung

Ein Foto von Jan Killisch

Jan Killisch

Trotz seines Abischnitts von 1,2 wäre er nicht ohne weiteres an jeder Universität angenommen worden. Jan Killisch informierte sich daher in Hochschul-Rankings, wo unter anderem die Universität Mannheim gut abschnitt. Er fuhr in die Rheinstadt, um sich Universität und Stadt anzuschauen, und reichte schließlich auf hochschulstart.de die erforderlichen Bewerbungsunterlagen ein – die Uni Mannheim vergibt ihre Psychologie-Studienplätze nämlich über das Dialogorientierte Serviceverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung. Im Herbst 2016 nahm er dann sein Bachelorstudium der Psychologie in Mannheim auf.

In den ersten drei Semestern liegt der Fokus auf Grundlagen wie Emotionen, Gedächtnis und Lernverhalten. Ein weiterer Teil des Studiums dreht sich um Methodik und Statistik, die in jedem Semester auf dem Lernplan steht. „Im Nachhinein war es eine wirklich gute Entscheidung, dass ich in der Schule Mathe-Leistungskurs hatte“, sagt Jan Killisch. Außerdem lernen die Studierenden, wie sie eigene Studien sowie Testverfahren entwickeln und ihre Ergebnisse aufschreiben. „Es ist ja ein Bachelor of Science – das impliziert bereits, dass man zu einem Wissenschaftler ausgebildet wird.“

In den Semestern drei bis sechs liegt der Schwerpunkt dann verstärkt auf dem dritten Bereich: den Anwendungsfächern. Das sind die Klinische Psychologie, Markt- und Werbepsychologie, Pädagogische Psychologie sowie Arbeits- und Organisationspsychologie. Jan Killisch: „Von diesen vier Fächern muss man in Mannheim drei wählen.“ Anfangs sind es Vorlesungen, danach folgen Seminare und Arbeiten in Gruppen. Ein klarer, individueller inhaltlicher Schwerpunkt wird meist erst mit der Bachelorarbeit gelegt. Jan Killisch entschied sich für den Methodenbereich und schrieb zum Thema Fragebögen und wie man diese verbessern kann.

Engagement neben dem Studium

Das zwölfwöchige Pflichtpraktikum absolvierte Jan Killisch in einem Consulting-Unternehmen für Personalauswahl, wo er an einem Online-Testverfahren für Azubis beteiligt war. Darüber hinaus engagiert er sich in weiteren Projekten: Beim Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen ist er seit einiger Zeit in der Studierenden-Sektion involviert, unter anderem ist er an der Organisation eines Kongresses beteiligt. An der Universität wiederum ist er als studentische Hilfskraft für die Durchführung von Experimenten am Methodik-Lehrstuhl tätig und gibt im Bereich Biopsychologie ein Tutorium für Erstsemester.

Im Herbst vergangenen Jahres schloss er seinen Bachelor ab und nahm direkt im Anschluss das Masterstudium im Fach „Kognitive und Klinische Psychologie“ auf. Dieses wird er planmäßig im Sommer 2021 beenden – und hat sich noch nicht entschieden, was er danach beruflich machen möchte. „Es gibt vieles in der Psychologie, das interessant ist“, findet er. Drei Bereiche kommen für ihn in die engere Auswahl: Rechtspsychologie, Psychotherapie und eine Promotion mit Methoden-Fokus. „Ich möchte in allen drei Bereichen noch Praktika machen, um meine Wahl dann bis zum nächsten Jahr treffen zu können.“

Video

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abi» 08.07.2020

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