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Drei Abschlüsse mit einer Klappe

Verschiedene europäische Flaggen in einem Büro
Der trinationale Master fordert ein großes Maß an Flexibilität, Mobilität und Leistungsbereitschaft.
Foto: Nicole Schwab

Masterstudium im Ausland

Drei Abschlüsse mit einer Klappe

Opole, Mainz, Dijon – auf den ersten Blick klingt das wie die Bucket-List für eine kleine Europa-Reise. Doch es sind die Studienorte, an denen Maristella Lustig (27) im Zuge ihres trinationalen Masters European Studies studiert hat.

Wer sich für Politik in Europa interessiert, sollte definitiv in anderen EU-Ländern studiert haben, ist sich Maristella Lustig sicher. Die Studentin spricht aus eigener Erfahrung. Jeweils ein Semester verbrachte sie im polnischen Opole und in Dijon in Frankreich. Dazwischen studierte sie an ihrer Heimatuni, der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Das Ganze folgt dem Konzept des viersemestrigen trinationalen Masterstudiengangs „MA European Studies“, der in dieser Form in Deutschland einzigartig ist und eine inhaltliche Spezialisierung auf Kultur und Gesellschaft sowie Politik und Recht in Europa bietet.

Lebenserfahrung und Netzwerke

Das Besondere: Mit erfolgreichem Abschluss des Studiums erhalten die Masterstudierenden nationale Abschlüsse aller drei Partneruniversitäten. Damit kann Maristella Lustig später in Frankreich, Polen und Deutschland nachweisen, dass sie anerkanntes Know-how über Politik und Recht in Europa besitzt – und zwar auch aus den Perspektiven der jeweiligen Länder. „Abgesehen davon, dass ich das Studium als wahnsinnig spannend empfunden habe, konnte ich vor Ort meine Sprachkenntnisse verbessern, viel an Lebenserfahrung dazugewinnen und wertvolle Kontakte zu Studierenden aus verschiedenen Ländern knüpfen“, betont die 27-Jährige, die sich derzeit im vierten Semester des Masterstudiengangs befindet. Bereits im Rahmen ihres Bachelorstudiums der Politikwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg entdeckte sie ihr Interesse für Europa. „Sowohl die Inhalte als auch die Möglichkeit, Zeit an Universitäten im Ausland zu verbringen, überzeugten mich vom Europa-Master.“

Sprachkenntnisse sehr wichtig

Apropos Sprachen: Lehrsprache in Opole ist Englisch, in Mainz Deutsch und Englisch, in Dijon Französisch. Zudem sind Sprachkurse in den beiden Fremdsprachen in den ersten drei Semestern obligatorisch. Eine Zugangsvoraussetzung ist Englisch auf Niveau B2 und Französisch auf Niveau B1. Der Studiengang selbst richtet sich an Bachelorabsolventen in Sozial-, Rechts-, Wirtschafts-, Medien- oder Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Philosophie oder Kulturwissenschaften.

Abgesehen von diesen Kriterien und dem Interesse an Europa fordert der trinationale Master ein großes Maß an Flexibilität, Mobilität und Leistungsbereitschaft von den insgesamt maximal 30 Teilnehmern (10 pro Uni), die die ersten drei Semester alle gemeinsam studieren. „Im vierten Semester, das für ein Praktikum, die Masterarbeit und die Abschlussprüfung vorgesehen ist, bin ich jetzt wieder an meiner Heimatuniversität“, erklärt Maristella Lustig etwas wehmütig. Auf der anderen Seite freut sie sich schon sehr darauf, beruflich durchzustarten und ihre Expertise in der Praxis anwenden zu können.

Arbeitsplatz Europa

Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt dürften auf Basis dieser renommierten Ausbildung nicht schlecht aussehen. Zudem gibt es zahlreiche Berufsfelder, die für die Studentin theoretisch infrage kämen – darunter zum Beispiel eine europäische Institution oder Organisation, ein europäisch ausgerichtetes Unternehmen, der Bereich politische Pressearbeit oder die Wissenschaft. Maristella Lustigs Plan: „Nach dem Master werde ich wohl noch eine Weiterbildung in Arbeitsrecht machen. Diese brauche ich, um im gewerkschaftlichen Bereich arbeiten zu können und dort will ich am liebsten hin.“

abi>> 02.09.2019

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