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Bachelor live: Der letzte Familienurlaub

Foto von abi>> Bloggerin Pia am Strand

Autor:
Pia

Rubrik:
studium

18.03.2020

Viele Familien werden es kennen: Wenn die Kinder älter werden, haben sie eigene Termine und Prioritäten und unternehmen nicht mehr so viel mit den Eltern. Meine Eltern sind mit uns sehr häufig in Museen gegangen und neben einigen Wochenend-Ausflügen fuhren wir auch zusammen in den Urlaub. Wenn wir jetzt einen Familienurlaub machen, heißt es immer: „Das könnte der letzte Familienurlaub sein, den wir machen“. Wir haben nun schon bestimmt 20 Mal den „letzten Familienurlaub" erlebt. Der erste „letzte Familienurlaub“ war, als meine Schwester nach ihrem Abitur ein Auslandsjahr eingelegt hat. Als wir sie dort besuchten bemerkten meine Eltern, wie sich die Zeit geändert hatte und sagten zum ersten Mal, dass wir es wahrscheinlich nicht mehr schaffen würden, alle gleichzeitig in den Urlaub fahren zu können. Mit dem Studienbeginn meiner Schwester wurde es tatsächlich schwieriger, aber auch dann bekamen wir es noch hin, einmal im Jahr gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Dann ging ich nach meinem Abitur nach Frankreich und auch da hatten wir Glück: Meine Freizeit überschnitt sich mit den Schulferien meines Bruders und meine Eltern und meine Schwester konnten sich ebenfalls frei nehmen – wir verbrachten einen wunderschönen Urlaub an Frankreichs Nordküste.
Seit mein Bruder und ich studieren, wurde es sogar leichter, gemeinsame Urlaubstermine zu finden. Vor Weihnachten flogen wir zum Beispiel spontan nach Andalusien. Am Flughafen in Malaga holten wir uns einen Mietwagen, mit dem wir die Region erkundeten. Den Abstecher nach Marokko konnten wir uns nicht entgehen lassen und setzten mit der Fähre auf den anderen Kontinent über.
Für die Nächte hatten wir im Vorfeld über Airbnb Schlafplätze reserviert und wechselten diese fast jede Nacht, da wir immer in anderen Städten waren.
Der nächste „letzte Familienurlaub“ ließ nicht lange auf sich warten: kurz nach Karneval machten wir vier Tage Urlaub auf Mallorca, wieder mit einem Mietwagen in verschieden Städten. Mal sehen, was die nächsten Ferien bringen. Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass es der „letzte Familienurlaub“ war.