zum Inhalt

Master live: Frankfurt

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

04.02.2021

Neue Stadt neues Glück? Mag stimmen, aber meine neue Heimat ist mir gar nicht so unbekannt – schließlich habe ich immer wieder Zeit an der schönsten Stadt am Main verbracht. Dennoch hatte ich mir ehrlich gesagt bisher nicht vorstellen können, auf Dauer in Frankfurt zu arbeiten und zu leben. Nun ist das jedoch meine neue Realität und ich bin sehr glücklich damit. Am Montag geht ein neuer Lebensabschnitt los – das Volontariat startet und somit auch mein endgültiger Einstieg ins Berufsleben. Fühlt sich gut an dieses Erwachsenenleben! Aber der Weg von Potsdam nach Frankfurt war definitiv kein einfacher. Ausnahmslos jeder hat mich vor meiner Wohnungssuche in Frankfurt vorgewarnt und mir einen sorgenvollen Blick zugeworfen. Mir war bewusst, dass es schwierig werden würde eine schöne, zentrale und bezahlbare Wohnung zu finden – und ich hatte mich nicht geirrt. Nach mehreren hundert unbeantworteten Wohnungsanfragen habe ich mich geschlagen gefühlt. Ich hatte den Kampf gegen den erbarmungslosen Wohnungsmarkt in Frankfurt haushoch verloren. Egal wie schnell ich auf eine gerade online gepostete Wohnungsanzeige reagierte, war ich doch nicht schnell genug. Spätestens im November konnte ich nicht mehr aufhören mir Sorgen zu machen. Würde ich bis zum Volo-Beginn eine Bleibe finden? Würde ich weit über mein geplantes Budget gehen oder in eine Zwischenlösung ziehen müssen? In der tiefsten Stunde der Verzweiflung kam dann plötzlich ein kleiner Hoffnungsschimmer – ich hatte online meine absolute Traumwohnung gefunden und die Vormieterin antwortete sofort auf meine Anfrage. Eine Woche und sieben schlaflose Nächte später hatte ich die Wohnungszusage – und war die glücklichste Person weit und breit. In einer Nacht- und Nebelaktion bin ich dann umgezogen, wobei ich ehrlicherweise nur mitgeholfen habe, während mein Freund den ganzen Umzug und zwei zermürbende Ikea-Gänge gemeistert hat. Jetzt bin ich (fast fertig) eingerichtet, habe zum ersten Mal eine richtige Wohnung und fühle mich wohl und sogar fast Zuhause. Und nun kann das Volontariat auch endlich beginnen!