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Zwischen Ausbildung und Studium: FOMO und digital Detox

Autor:
Lee-Ceshia

Rubrik:
studium

09.07.2019

In einem Monat ziehe ich um. Damit ich nicht in der neuen Wohnung vor einem Berg an Sachen stehe, die ich im Grunde vorher schon nicht brauchte, sortiere ich meine Sachen aus. Dabei gehe ich nacheinander verschiedene Kategorien durch: Möbel, Bücher, Kleidung, Elektronik.
Momentan ist es besonders wichtig, Prioritäten zu setzen, denn gerade stehen der Umzug und die Vorbereitungen fürs Studium an erster Stelle.

Ich scrolle in einer kurzen Pause durch Instagram und sehe tolle Fotos von Meer und weißen Stränden. Bei 31 Grad in meiner Dachgeschosswohnung sinkt die Motivation, meine Sachen auszusortieren auf ein Minimum. Und schon ist das erste YouTube-Video an und Menschen erzählen mir von ihrem tollen Leben. Tschüss Prioritäten!
Da meldet sich meine innere Stimme: „Du hast doch ein tolles Leben“. „Ja, doch was auf mich zukommt, weiß ich nicht“. Durch den inneren Monolog wird mir klar: Ich habe etwas Bammel. Versteht mich nicht falsch, Veränderungen sind was ganz Tolles, doch eigentlich bin ich gerade erst richtig in Hannover angekommen. War es die richtige Entscheidung, wegzugehen? Langweile ich mich dann an dem neuen Ort? Verpasse ich was? „Fear of missing out“, kurz FOMO ist die Angst davor, etwas zu verpassen. Ein Phänomen, das in unserer heutigen Gesellschaft präsenter denn je ist.
Doch tief im Inneren spüre ich: Ich freue mich auf mein Studium und die neue Herausforderung. Mein Handy blinkt, eine Freundin liegt am Stand auf Bali. Deshalb schalte ich mein Handy auf Flugmodus und sortiere aus, für das JETZT und MICH.