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Bachelor live: Mein Fazit zum digitalen Semester

Autor:
Lee-Ceshia

Rubrik:
studium

22.12.2020

Irgendwie bin ich sehr dankbar für dieses Onlinesemester. Auch wenn ich mich sehr freuen würde, meine Kommiliton*innen wieder zusehen und auch mal die Professor*innen wieder in der echten Welt zu erleben, bin ich froh, zu Hause an meinem eigenen Schreibtisch zu sitzen.
In Marburg sind die verschiedenen Fachbereiche über die ganze Stadt verteilt. Im ersten Semester musste ich nur zwischen zwei Gebäuden an zwei Tagen pendeln. Das war vertretbar. In diesem Semester müsste ich an vier Tagen zwischen vier Gebäude hin und her fahren, im Winter. Da sitze ich doch lieber mit meiner Wärmflasche zu Hause am Schreibtisch. Außerdem würde ich den Vor-und Nachbereitungsaufwand mit dem regelmäßigen Fahren nicht so effizient hinbekommen, wie ich es jetzt mache. Ich würde mich vermutlich mehr in die Uni-Bibliothek oder in Cafés setzen, Geld für Kaffee und Nerven für die Platzsucherei verbrauchen und an einem kleinen Laptop Bildschirm arbeiten. Zuhause verbinde ich meinen kleinen Laptop mit einem Großen Monitor, kann mir Kaffee holen wann ich will – zwischendurch Tanzen, was essen – ohne die Sorge, dass mein Platz weg ist oder ich zu laut bin.
Kommen wir zur synchronen beziehungsweise asynchronen Lehre. Synchrone Lehre bedeutet, dass eine digitale Lehrveranstaltung zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet und man sich mithilfe von Chattools austauschen und Fragen stellen kann. Bei der asynchronen Lehre wird das Lehrmaterial zur Verfügung gestellt, jeder kann es runterladen und bearbeiten, wann er möchte.
Beides hat seine Vorteile. Bei synchronen Veranstaltungen passiert es manchmal, dass die Verbindung abbricht, dafür hat man das Gefühl an die Hand genommen zu werden und sich nicht alleine durchkämpfen zu müssen. Bei der asynchronen Lehre ist man dafür freier in der Aufteilung. Besonders bitter ist im Onlinesemester, dass einige Dozierende entweder keine Lust haben, per Video etwas zu machen, oder manchmal einfach nicht die Lizenzblöcke für die Formate erhalten, wodurch es dann auf reine „Selbstlern“-Lehre hinausläuft.
Mein Fazit ist, dass ich einige Fächer sogar viel lieber online habe, weil es effizienter ist. Bei anderen Fächern vermisse ich den persönlichen Austausch.