Rubrik:
arbeitsmarkt
11.03.2019
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Autor:
Luisa
Rubrik:
arbeitsmarkt
11.03.2019
„Bleiben Sie entspannt, es geht nur um Ihre Existenz.“ Mal wieder hatte unser AG-Leiter einen flotten Spruch auf den Lippen. Und leider mal wieder zu Recht. Denn das zweite Staatsexamen ist noch wichtiger als das erste. Ich habe schon von Leuten gehört, die in Ministerien abgelehnt wurden, weil sie im zweiten Examen nur 8,8 Punkte hatten und nicht die gewünschten 9,00 Punkte. Sowas während des Referendariats im Hinterkopf zu haben, nimmt nicht gerade den Druck.
Inzwischen sind drei Monate nach dem Beginn des Referendariats vergangen, wir haben schon zwei Probeklausuren geschrieben und die meisten aus unserer AG haben schon einen Schlag ins Gesicht in Form einer Fünf-Punkte-Klausur bekommen. Schon jetzt – eineinhalb Jahre vorher – dreht sich alles um das Examen.
Nach mittlerweile sechseinhalb Jahren universitärer Ausbildung kann ich es kaum erwarten, „wirklich“ zu arbeiten. Zwar arbeitet man im Referendariat auch in den unterschiedlichen Stationen, aber einen tatsächlichen Nutzen erzielt man eher weniger. Man arbeitet nur für sich. Dadurch schwindet meine Motivation. Wenn ich mir vorstelle, dass ich dieselben Aufgabenstellungen als Richterin bearbeiten müsste, wäre ich wahrscheinlich mit viel mehr Herzensblut dabei. Denn jetzt sind meine Entscheidungen ziemlich irrelevant.
So ist meine Zivilstation durchzogen von Hochs und Tiefs. Es gibt Momente, in denen ich begeistert davon bin, die Überschrift „Im Namen des Volkes“ über einen Text zu schreiben und in denen mir das Knobeln über Probleme unglaublich viel Spaß macht. Und dann hänge ich wiederum lustlos über meinen Büchern. Zum Glück lebt das Referendariat von Abwechslung. In ein paar Wochen bin ich mit der Zivilstation fertig und die Strafstation beginnt. Dieser Wechsel bringt bestimmt neuen Schwung in das Ganze.
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