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Master live: Neue Sachen lernen

Porträt-Foto von Antoine

Autor:
Antoine

Rubrik:
studium

24.06.2022

Während der Pandemie habe ich mich irgendwie für die Malerei begeistert. Ich bin ja ein großer Fan des Wanderns und der Fotografie und wollte meine Eindrücke unterwegs noch subjektiver festhalten. Als stiller Genießer war ich schon lange Fan von Museen, aber selbst an den Pinsel hatte ich mich bis dato nicht getraut. Das könnte auch an meinen traumatischen Erfahrungen im Kunstunterricht während der Schulzeit liegen. Nichtsdestotrotz fasste ich mir also ein Herz und bestellte mir nach kurzem Überlegen einen Aquarellkasten. Im Unterschied zu Acryl- oder Ölfarben begeisterte mich hier am meisten, mit wie vielen unterschiedlichen Techniken man verschiedene Effekte auf das Blatt zaubern kann. Ein paar Tage später waren Malkasten, Papier und Pinsel angekommen und ich startete einfach drauflos. Nach ein paar Stunden konnte ich dann auch merken, dass ich ein Gefühl für den Pinsel, die Farben und das Papier bekommen hatte. Es fühlte sich bereits wesentlich natürlicher an als am Anfang. Das einzig verbleibende Problem war, wie das Ergebnis auf dem Papier aussieht.

Die Aquarellmalerei ist eine sehr sensible Form der Malerei, die Fehler gleichzeitig verzeiht, aber auch hart bestraft. Zwar kann getrocknete Farbe immer einfach mit einem feuchten Pinsel abgetragen werden und auch fertige Bilder so korrigiert werden. Das nützt aber nichts, wenn man ungeduldig ist oder einfach malt wie ein Zweitklässer. Bei mir haben beide Punkte zugetroffen und so wollte ich nach meinen zunehmend frustrierenden autodidaktischen Fehlschlägen Hilfe suchen. Zuerst in Form von YouTube-Videos, dann in Form von Ratgeberbüchern. Nach den Lockerungen im Frühjahr dann in einem Malkurs. Und schnell habe ich gemerkt, dass ein Malkurs ganz anders ist, als online oder über Bücher zu lernen. Nach dem Ende des Kurses konnte ich meine Fähigkeiten auf ein solides Drittklass-Niveau anheben.

Inzwischen habe ich sogar noch einen Malkurs gemacht. Es macht mir Spaß, mit neuen Menschen (bei Aquarellkursen hauptsächlich außerhalb der eigenen Altersgruppe) zusammenzukommen und einfach draufloszumalen. In den Kursen bin ich durchgehend der Schlechteste, aber das ist egal. Das Malen ist ein toller Ausgleich zum Uni-Alltag und noch dazu einfach eine schöne Beschäftigung für Stunden oder Tage in der Natur.

Bis bald,

Dein Antoine