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Nachhilfe – 1

Autor:
Emily

Rubrik:
orientieren

24.02.2024

Ich gebe jetzt seit ziemlich genau zwei Jahren Nachhilfe. Und was soll ich sagen? Einen besseren Nebenjob hätte es für mich gar nicht geben können. Ich gebe zu, dass ich mir das Ganze anfangs anders vorgestellt habe, denn, als ich mich wegen meines längeren Nachhausewegs und damit der Abhängigkeit vom Zugfahrplan gegen Nachhilfe von der Schule aus und stattdessen über die Nachhilfebörse und damit für Nachhilfe für Kinder in der Umgebung entschieden habe, dachte ich nicht, dass aus Nachhilfe für die Unter- und Mittelstufe einmal Grundschule wird.

Wie es dazu kam, kommt jetzt: Alles hat erst mal ziemlich simpel angefangen, mit einer kleinen Anzeige über die Gemeindezeitschrift in unserem Ort. Das hat sehr schnell zu mehreren Interessent*innen geführt und an dem Punkt kam dann auch schon die Frage auf, ob ich nicht eventuell auch Grundschüler*innen unterrichten würde. Zuerst war ich nicht sehr begeistert, dachte dann aber, dass man es zumindest einmal probieren kann. Generell ist es bei Nachhilfestunden vernünftig, erst mal mit ein, zwei Probestunden anzufangen und danach zu entscheiden, ob es weitergeführt wird. Ich muss ehrlich sagen, dass mich sowohl die Kinder als auch das Unterrichtsmaterial positiv überrascht haben. Es hat von Anfang an super funktioniert und wir konnten direkt konzentriert miteinander arbeiten.

Natürlich fragt man sich im ersten Moment vielleicht auch, was es für Ursachen hat, dass Kinder, die teilweise gerade erst eingeschult wurden, schon Nachhilfe brauchen. An der Stelle finde ich es zuerst einmal sehr wichtig zu differenzieren. Bei Kindern der 1. und 2. Klasse handelt es sich in der Regel nicht um Nachhilfe im klassischen Sinne, sondern eher um gemeinsames Üben. Und damit komme ich auch schon auf die Ursachen: Es gibt Kinder, die sich ungern von den eigenen Eltern helfen lassen wollen, bei denen es mit einer anderen Person besser funktioniert. Gerade in der 1. Klasse liegt es oft zusätzlich auch an der Einschulung, die manchen Kindern einfach schwerer fällt als anderen. Dazu kommt eventuell noch, dass die Muttersprache der Kinder oder der Eltern nicht Deutsch ist, wodurch gerade im Deutschunterricht gemeinsames Üben eine echte Herausforderung darstellen kann. Und erschwerend zu den beiden ersten Faktoren kam noch der Lockdown während der Pandemie, durch den sich bei den Schulschließungen teilweise große Lücken bei den Kindern aufgebaut haben. An dieser Stelle komme ich ins Spiel und übe mit den Kindern gemeinsam.

Wie genau das abläuft und welche Vor- und Nachteile das Geben von Nachhilfe an sich und in meinem Fall hat, könnt ihr in meinem nächsten Beitrag sehen.

Eure Emily