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Schülerleben live

Wir werden erwachsen

Autor:
Lina

Rubrik:
orientieren

22.02.2021

War es, als du zum ersten Mal gesiezt wurdest? Oder an deinem 18.Geburtstag? Als du alleine Auto gefahren bist, Alkohol einkaufen konntest ohne den Personalausweis vorzuzeigen oder als du im Kino plötzlich viel mehr bezahlen musstest? Ich persönlich hatte diese Momente schon oft – den ersten hatte ich wahrscheinlich schon mit 12 oder so erlebt; und zu dieser Zeit hätte wohl absolut jeder mich von außen noch als Kind eingestuft, was ich, im Rückblick betrachtet, Gott sei Dank, auch noch war.

Mittlerweile bin ich aber an einem Punkt angekommen, an dem ich mir da nicht mehr so sicher bin. Ich bin zwar noch nicht 18, aber meine Freundinnen werden es alle nacheinander, und irgendwann bin dann auch ich an der Reihe. Dafür mache ich aber all die Sachen, die mein Grundschul-Ich als eindeutigen Erwachsenenkram eingestuft hätte – ich kann Auto fahren (zwar noch eher schlecht als recht, aber das braucht ja niemanden zu interessieren), ich schreibe Bewerbungen an meine Wunsch-Uni und ich mache bald mein Abitur!

Die Tatsache, dass ich jetzt tatsächlich über meine Zukunft nach der Schulzeit nachdenken muss, verunsichert mich schon etwas. Früher waren solche Gedanken alles Träume und alle meinten, ich hätte „ja sowieso noch ganz viel Zeit bis dahin“. Dass diese Zeit jetzt gekommen ist, fühlt sich noch ein wenig unwirklich an. Empfehlungsschreiben und das Bestellen von Lernbüchern fürs Abi sind durchaus Dinge, die mich überfordern. Dass ich mit meinen Sorgen da nicht alleine bin, beruhigt mich etwas: Natürlich müssen meine KlassenkameradInnen da mit mir durch; und nicht nur die; im Endeffekt muss ja jede Person an einem Punkt ein bisschen erwachsen werden.

Und außerdem ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Entwicklung eines Menschen nie an einem bestimmten Punkt abgeschlossen ist; man lernt immer Neues dazu, erlebt neue Abenteuer, und entwickelt sind weiter. Ich kann jedenfalls sagen, dass ich aufgeregt auf diesen neuen Lebensabschnitt vor mir blicke – zwar mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch, aber auch mit ganz viel Vorfreude.

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