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Was tun nach dem Abi?: Auszeiten

Ein Porträt-Foto von Jonah

Autor:
Jonah

Rubrik:
orientieren

03.08.2022

Wie in meinen letzten Blogs zu lesen war, stand ich in den letzten Monaten vor vielen Herausforderungen. Die Suche nach einer Ausbildung, die Bewerbung und die darauffolgende Absage und notwendige Umorientierung. Darauf folgten die Vorabitur- und vor allem die Abiturklausuren, welche jeweils sehr viel Zeit und Aufwand beansprucht haben. Parallel dazu lief die Suche nach einem passenden Studienplatz und anschließend die Suche nach einer passenden Universität. Und unmittelbar nach der Zeugnisvergabe ging es dann in mein Praktikum.

Nach den ersten vier Wochen im Praktikum ging es für mich aber erst mal in den Urlaub. Zuerst fünf Tage Großstadt und danach noch mal fünf Tage in die Berge, also eine perfekte Kombination. Das war nach dieser recht stressigen Zeit ein ziemlich nötiger Ausgleich. In dieser Zeit konnte ich den ganzen Tag nur das machen und mir das anschauen, wozu ich Lust hatte. Ich hatte mal keine Dinge im Hinterkopf, die ich noch erledigen muss und die bis zu einer bestimmten Frist fertig sein müssen.

Ich möchte damit nicht sagen, dass mir die letzten Monate zu viel waren. Im Gegenteil, sie haben mir die Tür für Neues geöffnet und gleichzeitig viel über meine Zukunft entschieden. Klar gab es da auch mal Tage, die mal etwas stressgier waren, aber alles in allem war das eine ziemlich aufregende Zeit, in der ich auch viel Nützliches lernen konnte.

Als ich dann aber für ein paar Tage mehrere hundert Kilometer von Zuhause weg war, merkte ich, dass es durchaus auch mal nötig war, das alles zu vergessen und etwas abzuschalten. Gleichzeitig habe ich aber auch erkannt, dass es wichtig ist, dieses Gefühl nicht nur einmal im Jahr im Urlaub zu haben, sondern dass ich auch allgemein etwas öfter den Kopf frei bekommen möchte, zum Beispiel durch Freunde treffen oder Hobbys. Ich glaube nämlich, dass eine Mischung aus beidem gar nicht so schlecht ist. Wenn ich wochenlang viel zu erledigen habe und es oft stressig ist, komme ich damit nach einer bestimmten Zeit nicht mehr so gut klar und brauche etwas Ruhe. Habe ich aber ewig nichts zu tun, fange ich schnell an, mich zu langweilen. Deswegen freue ich mich auch aufs Studium. Dort lerne ich viel Neues und habe einiges zu tun. Gleichzeitig habe ich aber – in einem sehr passenden Rhythmus, wie ich finde – immer wieder Semesterferien und somit auch mal etwas vorlesungsfreie Zeit.