Rubrik:
studium
14.11.2022
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Autor:
Conny
Rubrik:
studium
14.11.2022
Vor Kurzem besuchte ich ein Seminar an meiner Hochschule in München. Da ich mittlerweile in meine Heimatstadt Halle zurückgezogen bin, musste ich für den zweitägigen Kurs nach München anreisen. Das Seminar, welches ich besuchte, hieß „Dokumentarische Aufstellung“ und wurde von einer Redakteurin des Bayerischen Rundfunks geleitet. Ich hatte keine Vorstellung davon, was mich erwarten würde. Ich wusste nur, dass wir im Seminar mit einer speziellen Methode an unseren eigenen Filmideen arbeiten würden. Wie immer an der HFF war die Zahl der Kurs-Teilnehmenden mit acht Personen sehr überschaubar, was ein intensives Arbeiten in der Gruppe ermöglichte.
Die Methode der Aufstellung ist vergleichbar mit der Familienaufstellung aus der Psychotherapie und kann von uns zum Beispiel herangezogen werden, um Probleme im Filmstoff zu erkennen. Außerdem kann sie dazu dienen, Recherche- und Drehplanungen oder Teamkonstellationen durchzuspielen. In der Praxis sah das bei uns im Seminar dann so aus, dass der oder die Filmemacher*in zunächst kurz die Filmidee umriss und danach den Kursteilnehmenden jeweils eine bestimmte Rolle aus diesem Film zuwies. Im Anschluss wurden die Protagonist*innen im Raum positioniert, wodurch ihre Beziehungen untereinander zunächst anhand von Entfernung und Blickrichtung repräsentiert wurden. Nun konnte der Filmemacher den Personen in ihrer Rolle Fragen stellen. Wie fühlst du dich? Wie ist deine Beziehung zu den anderen? Was würdest du in der Konstellation gerne verändern und warum?
Was dabei für Aussagen und Gefühle hochkamen, war wirklich unglaublich. Vor allem bei autobiografischen Themen konnte es sehr emotional werden. Einmal flossen sogar Tränen bei den Darstellenden, so nah war deren Gefühlslage an der Realität. Man spielt dabei kein Theater mit großer Mimik und Gestik. Es geht lediglich um das Einfühlen in die Geschichte. Als Filmemacher ist diese Methode sehr faszinierend, da man viel über seine Figuren erfährt. Dieser Blick von außen war für mich unheimlich wertvoll und aufschlussreich, aber irgendwie auch verwirrend. Mir ist komplett schleierhaft, wie die Methode im Kern tatsächlich funktioniert. Aber eines steht fest: sie funktioniert und ich werde sie in Zukunft sicher noch mal zurate ziehen.
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