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Bachelor live: Erwartungen

Autor:
Lee-Ceshia

Rubrik:
studium

02.10.2020

Bei mir gibt es immer mal wieder einen Tag oder auch mal zwei, an denen ich aufwache und ausgelaugt bin. An diesen Tagen will ich nicht aufstehen und frage mich, wofür das alles? Warum Studieren? Warum Arbeiten? Warum die Wohnung putzen? Warum überhaupt aus dem Bett raus? Und gesundes Essen wird auch überbewertet.
An solchen Tagen hinterfrage ich einfach alles. Was sonst selbstverständlich scheint, wird plötzlich zum Drahtseilakt. Das vergeht zum Glück schnell wieder. Manchmal sehe ich am nächsten Tag schon wieder absolut klar und wundere mich über meine Laune vom Vortag. Dann bin ich sehr froh, über mein Stimmungstief Tagebuch geführt zu haben und mir meine Gedanken nochmal mit Abstand und weniger emotional anschauen zu können. Woran liegt es, dass es diese Tage gibt, an denen ich alles in Frage stelle? Eine Erkenntnis treffe ich immer wieder: Es könnte an zu hohen Erwartungshaltungen liegen, die mich an diesen Tagen zu erdrücken drohen. Ich schaue mir dann also genau meine Ansprüche an. Meine eigenen Ansprüche, die ich an mich und mein Umfeld stelle und die Erwartungen, die andere an mich haben. Oder zumindest von denen ich glaube, dass sie andere an mich haben. An diesen Tagen muss man sich einfach mal bewusst machen, dass man nicht immer allen Erwartungen genügen kann und auch nicht muss. Es ist okay, nicht jeden Tag auf Hochtouren zu laufen. Und manche Routinen sind vielleicht sowieso gar nicht notwendig.
Ab und an gehört es wohl einfach dazu, sein Leben komplett in Frage zu stellen und Gewohnheiten zu überdenken. Neu sortiert kann man sich dann auch wieder mit neuer Energie dem Alltag widmen.