zum Inhalt

Bachelor live: Helles, großes Zimmer zu vermieten

Autor:
Anna

Rubrik:
studium

09.10.2020

Seit fast einem Jahr lebe ich nun in meiner Dreier-WG im schönen Bamberg. Entgegen aller Klischees über studentische Wohngemeinschaften hat das Zusammenleben bei uns immer gut geklappt, der Putzplan wird eingehalten und auch so verstehen wir uns gut. Deshalb war ich überrascht und auch ein wenig traurig, als eine meiner Mitbewohnerinnen vor einigen Wochen ankündigte, sie werde zum Wintersemester ausziehen, um sich ein günstigeres Zimmer zu suchen.
Für mich und meine in der WG bleibende Mitbewohnerin hieß das: Wir mussten einen Nachmieter oder eine Nachmieterin finden.
Also setzten wir uns zusammen und schrieben eine Anzeige, in der wir uns und die Wohnung kurz vorstellten und nannten einen Zeitraum von einer Woche, in dem Termine für eine Besichtigung vereinbart werden konnten. Am Sonntag, so dachten wir, hätten wir dann eine neue Mitbewohnerin gefunden.
Doch weit gefehlt: Einige Interessenten sagten noch vor der Besichtigung wieder ab, mit anderen konnten wir uns das Zusammenleben wiederum nicht vorstellen und eine potenzielle neue Mitbewohnerin, der wir zusagten, entschied sich für eine andere WG.
Also ging es in die zweite Runde. Wieder luden wir verschiedenste Interessenten ein, führten sie durch die Wohnung und unterhielten uns anschließend noch im Wohnzimmer mit ihnen. Ich finde, dabei merkt man recht schnell, ob man sich sympathisch ist, oder nicht. Mit manchen Personen hatten wir Mühe, Gesprächsthemen zu finden und es blieb beim typischen Small Talk. Mit anderen unterhielten wir uns ungezwungener und die Besichtigungen machten auch uns mehr Spaß. Nach drei Wochen Suche und rund einem Dutzend Besichtigungen haben wir endlich eine neue Mitbewohnerin gefunden, die uns beiden sehr sympathisch war und uns auch sofort zugesagt hat!
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass sich die Mitbewohnersuche so schwierig und anstrengend gestalten würde. Aber es ist schließlich wichtig, dass sich am Ende alle wohlfühlen. Ich schätze, man sollte auf sein Bauchgefühl hören und lieber ein paar Besichtigungen mehr machen, anstatt voreilig jemandem zuzusagen.
Jetzt freue ich mich jedenfalls auf die nächste Zeit in der WG und darauf, meine neue Mitbewohnerin, die übrigens auch Psychologie studiert, besser kennenzulernen.