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Neue Vorsätze

Bloggerin Mona vor einer Steintreppe und Sonnenstrahlen.

Autor:
Mona

Rubrik:
studium

19.01.2024

Ja, vielleicht ist es mittlerweile etwas spät, sich um das Thema „Neujahrsvorsätze“ Gedanken zu machen, denn Silvester ist immerhin schon ein paar Wochen her. Ich habe jedoch in diesem neuen Jahr etwas an meinem Leben verändert, was mich schon immer deutlich gestört hat, und es war, entgegen meiner Erwartungen, einfacher als gedacht.

Bis kurz davor war ich der Meinung, ich brauche kein Silvester, um etwas in meinem Leben zu verändern. Wenn ich wirklich etwas ändern möchte, sollte ich doch jederzeit in der Lage sein, dies zu tun!

Bei mir war diese Veränderung meiner Meinung nach dringend nötig, denn wie so viele Menschen in meinem Alter habe ich im letzten Jahr wirklich viel am Handy verbracht. An sich stört es mich nicht, viel Zeit am Handy zu verbringen, wenn ich dabei etwas Sinnvolles mache. Ich lerne zum Beispiel in einer App Vokabeln für die Uni oder informiere mich über die aktuellen News in der Welt. Was jedoch für mich reine Zeitverschwendung war, ist Zeit auf Instagram. Ich möchte damit nicht sagen, dass alle Zeit auf Insta Verschwendung ist, denn auch hier kann man sich beispielsweise die aktuellen News angucken oder mit Freunden in Kontakt bleiben, die etwas weiter weg wohnen. Was mein viel größeres Problem war, war die Zeit, die ich damit verbracht habe, mir Reels anzuschauen, bei denen jedes zweite vom selben Thema handelt wie das vorherige und ich mindestens die Hälfte nach zehn Sekunden ohnehin wieder vergessen habe. Durch den konstanten Dopaminausstoß hatte ich oft ein Problem damit, die App zu schließen und dachte mir viel zu häufig „nur noch ein Video“.

So kam es, dass ich an Neujahr völlig übermüdet vom letzten Abend ohne wirklich darüber nachzudenken, die Instagram-App deinstallierte. Die ersten Tage waren wirklich komisch und mir fiel schnell auf, wie oft ich vorher, ohne darüber nachzudenken, die App geöffnet habe. Die Zeit, die ich zuvor auf Insta verbracht habe, steht mir nun anders zur Verfügung. Ich habe jedoch nicht komplett aufgehört, es zu nutzen, da ich immer noch mit Freund*innen aus anderen Städten vernetzt bleiben wollte und sich dann doch zu großes FOMO (Fear of missing out, also die Angst, etwas zu verpassen) in mir breitgemacht hat. Stattdessen nutze ich das Soziale Netzwerk nun auf meinem Tablet. Das ist deutlich unhandlicher, das Design spricht mich hier nicht so sehr an wie auf dem Handy und ich kann meine Nutzung der App deutlich besser kontrollieren und regulieren, da ich mein Tablet einfach nicht immer zur Hand habe.

Ich war wirklich erstaunt, wie einfach der Verzicht plötzlich war. App-Timer oder Ähnliches haben mir vorher nichts gebracht, aber sobald ich Instagram nicht mehr auf dem Handy nutzen konnte, war der Reiz ein ganz anderer. Ich gucke mir nun Inhalte an, weil sie mich interessieren – und nicht, weil es ein einfacher Zeitvertreib ist, worüber ich wirklich froh bin.