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Bachelor live: Neues lernen

Autor:
Lee-Ceshia

Rubrik:
studium

18.11.2020

Vor kurzem schwärmte mir eine Bekannte vor, wie schön es doch war, in der Uni zu sein, zu studieren und immer etwas Neues zu lernen. Das ist ein Privileg, sagte sie, was in der Arbeitswelt oft zu kurz kommt. Sie sprach ganz begeistert davon, dass sie sich manchmal aus reinem Interesse in die Vorlesungen anderer Fachbereiche gesetzt hat.
In meinem ersten und einzigen Präsenzsemester bin ich selbst auch zu sogenannten Ringvorlesungen gegangen, die zu unterschiedlichen Themen von Experten gehalten wurden. Auch verschiedene Workshops konnte man nach Interesse belegen.
Es ist sehr angenehm, sich auch zur Abwechslung außerhalb seines Fachbereichs mit Themen auseinander zu setzen. Doch in meinem zweiten und damit ersten Onlinesemester hatte ich nicht das Gefühl, dass Einblicke, Offenheit und Diskussionen über das Pflichtpensum hinaus erwünscht oder möglich waren. Die Uni hatte zu viel damit zu tun dieses Semester irgendwie zu wuppen. Dabei war kein Platz für freiwillige Angebote. Ich habe in dieser Zeit nur einmal einen Onlinekurs außerhalb meines Fachbereichs besucht, er war sehr gut und inspirierend, nur wurde ich wegen technischer Schwierigkeiten alle zehn Minuten aus der Veranstaltung gekickt und musste mich neu anmelden. Mal davon abgesehen, dass der Dozent für eine halbe Stunde einen Serverausfall hatte.
Dieses Semester habe ich mich dennoch wieder hoffnungsvoll freiwillig in die Vorlesung „Überblick in die Moderne Kunst“ eingetragen. Ich kann mir die Punkte leider nicht anrechnen lassen, doch die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Onlinesemester hin oder her – ich möchte das Beste daraus machen und hoffe, dass es dieses Mal besser klappt.