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Autor:
Tobias

Rubrik:
studium

05.02.2021

Eigentlich gefällt mir mein Studiengang „Übersetzung“ bisher gut, allerdings habe ich in den letzten zwei Semestern, bedingt durch eine zum Teil unbefriedigende Umsetzung der Onlinelehre, gefühlt sehr wenig dazugelernt. Mein Studium besteht fast ausschließlich aus Übungen und nur aus sechs kleinen Vorlesungen, von denen die meisten im ersten Semester absolviert werden müssen. So ist es schwierig, die interaktiven Übungsveranstaltungen online zu absolvieren. Gerade bei einem Sprachenstudium wäre es wichtig, die Fremdsprachen regelmäßig zu hören und auch diese im Unterricht zu sprechen. Das war letztes Semester bis auf wenige Ausnahmen nicht der Fall. Das E-Learning bestand vorwiegend aus dem Zusenden von Dokumenten und der anschließenden Bearbeitung von Aufgaben. Somit übte ich nur den schriftlichen Teil, während meine Aussprache auf der Strecke blieb. Das änderte sich zumindest bei meinem Auslandssemester, da ich hier mehr Videokonferenzen hatte. Folglich hörte ich zumindest die Fremdsprache öfters im Unterricht, was mir besser gefiel. Allerdings antworteten wir auf die Fragen und Aufgaben der Dozent*nnen ausschließlich im Chat und konnten das Mikrofon nicht aktivieren. Schon vor Beginn meines Auslandssemesters war mir klar, dass ich gerne mehr Praxiserfahrungen sammeln würde. Mein Studium ist leider sehr theoretisch, da wir wenig mit Übersetzungstools arbeiten. Genau diese Erfahrungen werden allerdings von den Übersetzungsagenturen gefordert. Im letzten Semester besuchte ich einen Kurs über Terminologiemanagement, also die Verwaltung und Pflege von Übersetzungsdatenbanken. Das bestärkte dann nochmals meinen Wunsch, ein Praktikum zu finden. Glücklicherweise fand ich bei einigen Unternehmen Stellen und schrieb eine Agentur initiativ an. Nach zwei Vorstellungsgesprächen via Videochat entschied ich mich für ein siebenmonatiges Praktikum bei einer internationalen Firma in der Nähe von Ulm. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich so kurzfristig noch eine Stelle gefunden habe. Das Praktikum kann ich mir mit 10 ECTS Punkten im Studium anrechnen lassen. Jetzt muss ich voraussichtlich mindestens ein bis zwei Semester länger studieren, habe aber dafür die Zeit, Englischkurse zu belegen. Dies wäre im Hinblick auf zukünftige Bewerbungen sicherlich ein Plus. 

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