Rubrik:
studium
23.04.2019
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Autor:
Luisa
Rubrik:
studium
23.04.2019
Die Strafstation hält bisher, was sie versprochen hat: Mein erster Arbeitstag begann in der Gerichtsmedizin. Zuerst haben wir einen zweistündigen Vortrag darüber gehört, welche Deformationen Leichen annehmen können, welche Untersuchungsmethoden Gerichtsmediziner anwenden und, dass ein Großteil aller Gewaltdelikte im nächsten Umfeld begangen wird. Nach der theoretischen Einführung kam der Teil, den wir mit Spannung erwartetet hatten: die Sektion.
Beim Betreten der Sektionsräume schlug uns ein furchtbarer Geruch entgegen, den die meisten nur mit einem vor die Nase gedrückten Tuch ertrugen. In einem der Räume lag eine halb verweste Leiche. Wir wurden zu einer weiteren Leiche geführt, bei dem Anblick wusste mein Gehirn erst gar nicht, wie es mit diesen Informationen umgehen soll. Auf dem Stahltisch lag ein menschlicher Körper, aber er sah eher aus wie eine Figur aus Madame Tussauds. Nur das erlaubte es mir wohl, während der Untersuchung die nötige Distanz zu bewahren, um die Untersuchung durchzustehen – und sogar interessant zu finden. Denn im Rahmen der medizinischen Untersuchung, wie sie in der Strafprozessordnung vorgegeben ist, ist ein gründliches Programm vorgegeben: Alle Organe müssen herausgenommen werden, selbst Haut und Gehirn werden untersucht. Was ich bisher nur aus dem Biologieunterricht kannte, sah ich jetzt in echt: Das Herz, die Leber, die Wirbelsäule.
Während der gesamten routinierten Untersuchung haben die anderen Referendare Fragen über Fragen gestellt: über die Funktionsweise des Körpers, welche Indizien am Körper auf eine Gewalttat hindeuten und wie eine Tötung überhaupt biologisch abläuft. Unser Dozent könnte bestimmt die Vorbereitung für einen perfekten Mord liefern. Nachdem ein zweiter Gerichtsmediziner den Befund unseres Dozenten bestätigt hat, wurde die Leiche wieder zugenäht und für die Bestattung vorbereitet. Der erste Arbeitstag war vorbei.
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