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Die Juristen von morgen: Zu Hause studieren

Porträt-Foto von Amelie

Autor:
Amelie

Rubrik:
studium

30.11.2020

Inzwischen sind die ersten paar Wochen meines Jurastudiums verstrichen und ich habe mich soweit eingerichtet, dass ich jetzt ein kleines, erstes Resümee ziehen kann. Zunächst kann ich schon mal sagen, dass mich das Studium sehr interessiert und es auch echt Spaß macht. Insgesamt hat man im ersten Semester drei „Pflichtvorlesungen“ dies ist insofern eingeklammert, da – und ich zitiere hier den Studienberater – im Studium überhaupt nichts mehr konkret verpflichtend ist. Zusätzlich muss man sich aus insgesamt sechs Grundlagenfächern eines aussuchen und Tutorien und propädeutische Übungen füllen den Rest. Natürlich musste man sich ein bisschen daran gewöhnen, dass alle Veranstaltungen online anders gehandhabt werden, aber langsam schleicht sich da ein wenig Routine ein. Ein wenig schade ist, dass man sich persönlich kaum einbringen kann. Natürlich kann man bei Zoom Meetings seine Hand heben, aber das lässt sich wohl kaum vergleichen. Und wenn die Vorlesung aufgezeichnet worden ist, kann man den direkten Kontakt gleich vergessen. Langsam entwickle ich auch ein Gespür für die verschiedenen Professoren. Da kann eine Vorlesung schon echt Spaß machen, wenn man Filmempfehlungen wie „Pulp Fiction“ oder Lebensweisheiten wie „Machen sie sich nicht strafbar, sie werden Juristen“ bekommt.
Ansonsten muss man sich jetzt einfach in die Materie einlesen und zurechtfinden. Ein bisschen verloren bin ich noch, was die ganzen Normen betrifft, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass das zu Beginn eines Studiums jedem Erstsemester so geht. Inzwischen sammeln sich auf meinem Schreibtisch die Gesetzestexte, Skripte und Fallbeispiele. Und das ist zur Abwechslung mal ganz erfrischend. Mit der Uni habe ich auch ein neues Organisationssystem für mich entwickelt. Statt den ganzen Blöcken und Heften versuche ich nun alles online zu regeln. Dafür habe ich auf ein Tablet gespart und muss schon sagen, dass es so seine Vorteile hat. So kann man sich beispielsweise die Foliensätze vorab herunterladen und wie gewohnt seine Notizen hinein schmieren, ohne, dass man wieder haufenweise Blätter sammelt.
Die Uni macht auf den ersten Blick auf jeden Fall einen guten Eindruck und ich bin gespannt, wie es weiter geht.