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Freiwilligendienst im Ausland

Strandalltag

Autor:
David

Rubrik:
studium

10.02.2020

Überrascht hat es mich, dass es für einige Kinder der erste Strandbesuch war. Der dreizehnjährige José etwa war komplett aus dem Häuschen. Strand bedeutet hier aber nicht nur Sommer, Sonne und Entspannung, sondern auch Gefahr. Die Wellen und vor allem die Sogwirkung des Pazifiks sind nicht zu unterschätzen und deshalb gilt es, vorsichtig zu sein. Zum Glück ist nichts passiert, was sicherlich auf unsere Trillerpfeife, sowie auf die anwesenden Rettungsschwimmer zurückzuführen ist.
Ich stand jeden Tag um fünf Uhr auf, um am Strand zu joggen, das lohnte sich allein schon wegen des Sonnenaufgangs. Danach durfte ich die Jungs mit einer Glocke wecken, was natürlich nach dem kurzen Frühsport umso mehr Spaß gemacht hat. Danach ging es direkt wieder zum Strand, um eine Stunde lang Shin Son Hapkido mit allen gemeinsam zu trainieren. Der Leiter des Heimes ist ein großer Fan dieser koreanischen Kampfkunst. Ich bewundere seine Leistung, 70 müde Kinder zu motivieren. Danach gab es Frühstück. Das bestand aus zwei kleinen Brötchen und einem Haferflockenmix namens Guacer. Dadurch hatten wir Energie für den Hausputz. Jede Gruppe hatte eine Aufgabe und ich war überrascht, wie gut das Putzen funktionierte. Danach ging es wieder zum Strand. Selbst die Peruaner haben sich eingecremt, was mir schon einiges an Respekt eingeflößt hat. Nichtsdestotrotz habe ich gleich am ersten richtigen Tag einen soliden Sonnenbrand bekommen. Zum Glück kamen jeden Nachmittag die Wolken raus, sodass ich mich mit viel Sonnencreme aus dem Schatten wagen konnte. Dann ging es ins Wasser, beziehungsweise in den Kampf mit den Wellen. Zusammen mit den Kindern so intensiv Zeit zu verbringen, hat auch unser Verhältnis positiv beeinflusst. Durch diese Woche am Strand sind wir Freiwillige nicht nur „Autoritäten“, sondern eher in eine Mittelposition zwischen Freund und Tutor gerückt. Insofern war diese Woche auch ein Weg, um eine bessere Beziehung zu den Kindern aufzubauen.

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