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Master live: Elektronische Tinte

Foto von abi>> Blogger Ferdinand

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

18.08.2020

Irgendwann in der Mitte dieses Semesters, in dem alles anders war als zuvor, beschloss ich, dass es so nicht weitergehen kann: Die Seminare und Vorlesungen fanden online statt und damit ging vor allem auch eine erhöhte Lektüre einher. Doch immer wieder war es das gleiche Spiel. Wenn ich den Computer öffnete und ein Textdokument aufrief, war es schon bald vorbei mit der Lesefreude, die Buchstaben begannen zu tanzen und vor meinen Augen flimmerte es nur noch.
Stundenlang lesen am Rechner, so konnte es also nicht weitergehen. Doch was könnte die Lösung meines Problems sein? Da es für mich nicht in Frage kam, andauernd zum Copyshop zu gehen, um Uni-Materialien auszudrucken, war die Lösung schnell klar: Ein E-Book-Reader musste her. Nur, was für einer?
Bei meinen Recherchen nach einem passenden Gerät wurde mir zum einen klar, dass der E-Book-Reader-Markt in Europa gänzlich unterentwickelt ist, zum anderen, dass es sich um die technologische Offenbarung des 21. Jahrhunderts handeln muss. Schließlich fiel die Wahl auf ein Gerät eines chinesischen Herstellers, das ich im Restbestand eines ungarischen Händlers zu einem halbwegs vernünftigen Preis erstehen konnte.
Der E-Book-Reader ist seitdem mein täglicher Begleiter im Uni-Alltag. Er hat ein 10-Zoll-Display, was angenehm groß ist, um PDFs anzuzeigen. Mit dem beiliegenden Stift kann man bequem Textstellen hervorheben oder Notizen machen. Gerade auch bei Übersetzungen ist letzteres eine wertvolle Funktion, etwa um Auffälligkeiten im Ausgangstext zu markieren oder Übersetzungsideen schnell aufzuschreiben. Und das Beste: Keine Augenschmerzen mehr. Es liest sich einfach fast wie Papier. Freilich surfe ich mit dem Gerät nicht durch das Internet und schaue auch keine Videos, es ist eben ein ehrliches Arbeitstier. Und das was es können soll, das kann es richtig gut. Die Investition hat sich also auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Semester und der Masterarbeit mehr als gelohnt. Die nächste Home-Learning-Phase kann kommen.