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Klausuren vs. Hausarbeiten

Porträtfoto des Bloggers Antoine

Autor:
Antoine

Rubrik:
studium

24.02.2023

Ich hatte in der vergangenen Woche eine Klausur. Das klingt nach einem recht alltäglichen Vorgang – gemessen daran, dass ich studiere und wir gerade in der Prüfungsphase sind. Aber tatsächlich schreibe ich Klausuren fast nie. Und das mit Absicht.

Vor ein paar Wochen habe ich mal spaßeshalber meine Noten aus dem Bachelor angesehen und festgestellt, dass es eine riesige Differenz zwischen den Noten aus Klausuren und denen aus Hausarbeiten gibt. In den Klausuren war mein Ziel immer, einfach zu bestehen und das sieht man auch. Die Noten waren immer recht mittelmäßig. In den Hausarbeiten hingegen wollte ich die Fragestellung, die ich mir selbst ausgesucht hatte, auch wirklich möglichst gut beantworten und damit auch eine gute Note bekommen. Und genau hier liegt für mich auch schon der erste Grund für diesen starken Unterschied: In Klausuren hat mich einfach immer gestört, dass man alles vorgegeben bekommt. Das Thema und die Fragen, aber auch einfach den Zeitpunkt und Ort der Klausur. In Hausarbeiten kann ich meine Zeit viel besser selbst einteilen und mir vor allem meine Fragestellung selbst erarbeiten. Damit ist bei Hausarbeiten viel eher gewährleistet, dass das Thema für sich selbst interessant ist und man sich auch wirklich darin vertiefen möchte. Außerdem kann man wirklich selbst nachdenken und auf eigene, neue Ergebnisse kommen. Bei mir kommt aber auch noch dazu, dass ich dieses Bulimie-Lernen, also einfach auswendig lernen, die Klausur schreiben und danach wieder vergessen, einfach so stupide finde und mich deshalb auch nicht dazu motivieren kann.

Deshalb studiere ich auch nicht Jura oder Medizin, sondern Soziologie, wo man wesentlich mehr mündliche Prüfungen und Hausarbeiten hat als Klausuren. Das ist auch der Tipp, den ich dir mitgeben möchte: Wenn dir bereits während der Schulzeit auffällt, dass dir auswendig lernen nicht oder aber besonders einfach fällt, beziehe auch das in deine Studienwahl mit ein. Denn für mich persönlich hätte ein BWL- oder Medizin- Studium eher im Desaster als im Abschluss geendet. Natürlich muss man in jedem Studiengang auswendig lernen: Das Verhältnis unterscheidet sich aber substanziell!

Bis bald,

Dein Antoine