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Master live: Production Coordinator

Autor:
Moni

Rubrik:
studium

11.10.2021

Plötzlich ist sie Realität: die Festanstellung. Ich weiß ehrlich nicht, wo die Zeit hin ist, denn vor gefühlt nicht allzu langer Zeit war ich noch Ersti an der Uni, hatte zwar schon zwei Auslandsaufenthalte hinter mir, stand beruflich aber noch komplett am Anfang. Alles, was ich wusste: dass mich Bücher interessieren und vielleicht langfristig mehr als ein Hobby sein könnten.

Nun, nur ein paar Jahren später, stecke in den letzten Zügen meiner Masterarbeit. Aus meinem Nebenjob, der mir wahnsinnig viel Spaß gemacht hat, hat sich nun noch vor dem Ende meines Studiums eine Anstellung ergeben. Ziemlich cool, denn mein Job ist es nun, Hörbuchproduktionen zu koordinieren, Coverdesigns in Auftrag zu geben und Sprecher*innen auszuwählen und zu besetzen. Was mir daran besonders gefällt, ist die Tatsache, dass alle Fäden bei mir zusammenlaufen und ich einen Überblick über viele verschiedene Hörbuchprojekte behalten muss. Sowohl inhaltlich liebe ich diese Arbeit als auch die Kompetenzen, die ich damit trainiere und weiterentwickele. Dabei gibt es auch kreative Aspekte, wie bei der Zusammenarbeit mit Designer*innen. Um ein Hörbuchcover in Auftrag zu geben, muss ich die Geschichte kennen und in das Manuskript reinlesen – das heißt, ich darf in meiner Arbeitszeit gute Bücher lesen und werde dafür bezahlt! Ziemlich gut gelaufen, würde ich sagen.

Trotz der tollen Aufgaben fielen mir die ersten Wochen gar nicht so leicht. Zu oft stehe ich mir mit meinem Perfektionismus und eigenem Anspruch im Weg, bin streng mit mir und setze mich unter Druck, direkt alles richtig zu machen. Es ist gerade eine große Lernerfahrung, mich nicht von Emotionen kontrollieren zu lassen und etwas mehr Gelassenheit zu entwickeln. Zumal ich das Team inzwischen gut kenne, mir meine Kolleginnen und Kollegen wohlgesonnen sind und ich weiß, dass ich den Aufgaben gewachsen bin. Zum Glück merke ich aber, dass es mit jedem Tag ein kleines bisschen einfacher wird und tatsächlich kann ich mir keinen besseren Berufseinstieg vorstellen.