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Master live: Umzug

Porträtfoto des Bloggers Antoine

Autor:
Antoine

Rubrik:
studium

24.11.2021

Umzüge sind immer sehr nervenaufreibend. Einerseits weil sie immer mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden sind, andererseits, weil sie auch immer emotional sind. Innerhalb der letzten Monate hatte ich einen großen Umzug, der aber im engeren Sinne aus einem kleinen und einem großen Umzug bestand.

Nachdem ich mein Praktikum in Ingolstadt im August beendet hatte, habe ich meine sieben Sachen gepackt und konnte sie nach über acht Monaten der Trennung endlich wieder mit meinem übrigen Hab und Gut verschmelzen. Die besagte Trennung ergab sich aus dem Umstand, dass ich nach dem Ende meines Bachelors in Erlangen für ein Praktikum zur Zwischenmiete nach Berlin gezogen bin. Da mein Umzugskarton in die Bundeshauptstadt aber ein 60 Liter Wanderrucksack – und mein Umzugstransporter der 250 km/h schnelle ICE war, konnte ich den Großteil meiner Besitztümer nicht mitnehmen. Zum Glück hatten meine Eltern noch einen Raum, den ich mit einem Dutzend Kartons – eigentlich hauptsächlich gefüllt mit Büchern, Platten und Dekoration – okkupieren konnte. Auch nach Ingolstadt nahm ich nur das nötigste mit, da mein Aufenthalt in der süßen bayrischen Industrieidylle leider von Beginn an auf meine Praktikumsdauer terminiert war. Nach meinem Auszug aus Ingolstadt haben meine Eltern sogar noch größere Zugeständnisse gemacht und mir bis zu meinem finalen Umzug die Garage als Möbellager überlassen.

Nachteil an der Symbiose meines Eigentums war jedoch, dass ein einfaches Auto nicht mehr für den Umzug ausreichte. Also opferte ich mein hart erspartes Geld für einen Transporter und konnte dann zu Beginn des Studiums tatsächlich recht entspannt umziehen. Alles war bereits in Kartons und so musste nur noch der Transporter ein- und in Jena ausgeladen werden. Dass ich auch noch helfende Hände zur Seite hatte, hat das Umzugserlebnis insgesamt sehr entspannt und zügig gemacht. Diesen Blogeintrag schreibe ich auch schon aus meinem neuen Jenaer Zimmer, neben meiner ausgepackten Deko, meinem frisch aufgebauten Bücherregal und meiner neu angeschlossenen Musikanlage. Aber was kannst Du jetzt aus meiner Erfahrung mitnehmen? Erstens würde ich Dir raten, so früh wie möglich mit dem packen anzufangen und Deine Kartons klar zu beschriften. Alles so zu verstauen, dass nichts herumrutschen kann und die zerbrechlichen Sachen nach oben zu schichten, hat mir auch schon einiges an Lampen gerettet. Und erlaube mir noch den Ratschlag zu Ende hin: Wenn Du Hilfe beim Umzug bekommst, fange nicht dann erst an mit dem Ausräumen deiner Schränke. Das ungeschriebene Gesetz besagt: Wer beim Umzug hilft, wird stets mit einer Pizza entlohnt. Wenn Du diese paar Regeln beachtest, kann eigentlich nichts mehr schief gehen!