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Master live

Uni im Ausnahmezustand

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

13.03.2020

Seit dem Jahresbeginn gibt es in Europa wohl kaum ein bestimmenderes Thema, als dieser Virus, das da draußen irgendwo umherschwirrt, der Coronavirus. Der Virus kam näher und näher. In den Supermarktregalen, in denen sonst Reis und Nudeln lagern, herrscht mittlerweile gähnende Leere. Und auch für Studierende hat die Infektionskrankheit mittlerweile Auswirkungen. Ich schildere euch, wie ich die Situation in Österreich erlebt habe:

1. Februar:
Die Prüfungen sind geschrieben, die Hausarbeiten abgegeben, mein erstes Semester im Masterstudium an der Universität Wien ist beendet. Nun stehen die Semesterferien bevor, die nicht wie in Deutschland üblich zwei Monate, sondern nur einen dauern. Gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin schmeißen wir eine WG-Party. Dass der Coronavirus die Universität lahmlegen würde, glaubt zu diesem Zeitpunkt niemand und so nehmen auch wir und die Partygäste die Sache überwiegend mit Humor.

27. Februar:
Die Universität Wien verschickt eine erste Aussendung per E-Mail. Bloß keine Panik! Immer schön Hände waschen, beim Niesen oder Husten den Mund bedecken, Kontakt zu Kranken meiden, nicht in Risikogebiete reisen. Okay, macht Sinn, sollte machbar sein, denke ich.

2. März:
Die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters beginnen. Am Zentrum für Translationswissenschaft läuft dabei der Unterricht planmäßig erst eine Woche später an. Wohlgemut starte ich in das neue Kapitel meiner Wiener Zeit. Denn in diesem Semester erwartet mich nicht nur ein Seminar an der Slawistik zur Analyse von Lied- und Werbetexten, sondern auch viele Seminare an der Translation im Schwerpunkt Übersetzen in Literatur – Medien – Kunst, der erst im zweiten Mastersemester beginnt. Ich kann ich es kaum erwarten, endlich tschechische Dramentexte und Kinderbücher zu übersetzen.

Weiter geht es dann im zweiten Teil.

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