zum Inhalt

Studieren im Ausland: Brücke oder Piso

Autor:
David

Rubrik:
studium

14.09.2021

Vor einer Woche war es soweit: Um 11.45 Uhr ging es mit dem Bus nach Spanien. Zwei Semester werde ich in Valencia studieren und dabei auch noch genug Zeit zum Reisen finden. Zwischen Ankunft in Valencia und Semesterbeginn habe ich nun gute zwei Wochen Zeit, mich einzuleben. Eine Wohnung habe ich bereits gefunden: Ich bin in einer Sechser-WG gelandet. Mitbewohner*innen habe ich hier noch keine, aber in den nächsten Tagen sollten wir vollzählig sein. Zwar sind alle in dieser Wohnung neu, aber die Mischung von Studierenden aus Spanien und dem Ausland und den Geschlechtern ist sehr ausgewogen. So ist der Anschluss an das Leben hier in Spanien sicherlich etwas einfacher. Neue Kontakte zu knüpfen ist hier einfach, da alle Erasmus-Studierenden nur darauf warten, andere Menschen zu treffen. Man lernt also sehr schnell neue Menschen aus aller Welt kennen, aber die Schattenseite ist, dass man schlussendlich wieder mit Deutschen unterwegs ist, da es der Weg mit den wenigsten Hindernissen ist. Auch bleiben die meisten Studierenden nur für ein Semester hier, weshalb mein Ziel ganz klar ist, nicht nur die einfachen Lösungen auszuwählen.

Insgesamt mache ich mir aber keine Sorgen, denn schon im Hostel habe ich direkt nach meiner Ankunft einige Leute getroffen die auf den Kanaren oder in Barcelona leben. Gleichzeitig finden gerade die berühmten „Fallas“ in Valencia statt, wodurch die gesamte Stadt in Feierlaune ist. Überall stehen große Statuen herum und die Menschen zünden an jedem Straßeneck Feuerwerke an. Da die letzten „Fallas“ aufgrund von Corona bereits zwei Jahre zurückliegen, ist die Stimmung dieses Jahr nochmal ganz besonders. Valencia wird mir mit der Zeit sicher ans Herz wachsen. Die Größe der Stadt ist perfekt, die Menschen nett und das Wohnviertel, in dem ich nun untergekommen bin, gefällt mir sehr. Das gute Wetter (mit über 30 Grad im September) und das warme Mittelmeer mit umwerfendem Strand werden unschlagbare Argumente gegenüber dem deutschen „Schlammwetter“ zwischen den Jahren sein. Die Befürchtung meiner Familie, dass ich erst unter der Brücke unterkommen werde, konnte ich immerhin schon mal widerlegen.