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Zwischen Studium & Beruf: Digitale Welt

Autor:
Bo

Rubrik:
beruf & karriere

09.06.2021

Nach meinem Boulevard-Einblick ging mein Volo-Abenteuer in eine ganz andere Richtung weiter. Statt Tiervermittlung und Geschmackstest war ich plötzlich in einer digitalen Welt – direkt von meinem heimischen Schreibtisch aus. Fast den ganzen Monat habe ich im Home-Office verbracht und kaum einen meiner Kollegen fernab von Video Calls kennen lernen können. Meine Station bei „funk“, dem digitalen Online-Angebot von ARD und ZDF war das komplette Gegenteil meiner vorherigen Station. Beim Fernsehen sind die meisten Strukturen schon seit Jahren festgelegt – was sich ändert sind die Themen und die Bilder. Bei „funk“ jedoch musste ich oftmals neu denken und auch mal ganz anders arbeiten – schließlich erfindet sich das Internet immer wieder neu und die Nutzer verlangen ständig neue Erlebnisse und innovative Formate. Meine persönliche Definition des Journalisten wurde ausgeweitet. Statt reinem Inhalt musste ich auch mich auch um administrative und viel mehr organisatorische Dinge kümmern. Sind die Kostüme für TikTok-Drehs da? Was sind die aktuellen Trends bei Instagram? Was funktioniert auf welcher Plattform? Wie fällt das Feedback aus und wie können Verbesserungen direkt umgesetzt werden? Diese Fragen schwirrten mir ständig im Kopf herum – neben den inhaltlichen Fragen. Für mich persönlich war es spannend an einem Podcast-Format mitzuarbeiten, da ich auch in meiner Freizeit sehr gerne Podcasts höre. Selbst mehrere Folgen zu konzipieren, Themen zu skripten und neue Ideen zu entwickeln war eine spannende und wertvolle Erfahrung. Die Endlosigkeit der digitalen Welt kann sich wie ein grenzenloser Spielplatz anfühlen mit unendlichen Möglichkeiten. Das bedeutet jedoch auch, dass ich mich viel damit beschäftigten musste, was ich für die Projekte nicht möchte und auf welche Aspekte ich mich konzentrieren möchte. Alles in allem war es ein sehr lehrreicher Monat voller neuer Erkenntnisse und Lernmomente.