interaktiv

Bachelor live

Bibliothekstage

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

16.08.2017

In meinem ersten Semester war ich so gut wie nie in der Bibliothek. Warum auch? Lernen konnte ich auch zuhause und ich brauchte nur einige wenige Bücher, die ich selbst gekauft habe, und andere, die es auch in digitaler Form im Intranet meiner Uni zu finden gab. Zu Beginn meines zweiten Semesters war das jedoch zu Ende: Gleich zur Vorbereitung meiner ersten Referate brauchte ich eine ganze Menge Bücher. Außerdem stehen in diesem Semester für mich erstmals zwei Hausarbeiten an und die schreiben sich bekanntlich nicht ohne hilfreiche Literatur.
Also musste zuerst ein Bibliotheksausweis her und dann lagen auch schon die ersten Bücher auf meinem Schreibtisch. Es ist ein tolles Gefühl, im Keller der Bibliothek zwischen den vielen Hundert Büchern zu stehen und die richtigen zu suchen! In Bonn ist die Hauptbibliothek in vier Räume unterteilt – und wenn einmal versehentlich eine Tür zufällt, ist es gar nicht so einfach, sich zu orientieren. Ich jedenfalls hab mich schon einmal fast verlaufen.
Vor allem ist die Bibliothek aber auch super, wenn man zwar dringend lernen muss, einem zuhause aber die Decke auf den Kopf fällt: Selbst Sonntagnachmittag sind dort fast alle Plätze belegt, alleine fühlt man sich da nie! Weil Köln nicht weit von Bonn entfernt ist und einige meiner Freunde dort wohnen, war ich vor Kurzem dort in der Bibliothek und musste schmunzeln: In Bonn besteht die Hauptbibliothek aus einem großen Raum mit riesiger Fensterfront, durch die man auf den Rhein blicken kann. Rucksäcke und Taschen sind in der Bibliothek nicht erlaubt, ebenso wenig Getränkeflaschen, die mit etwas anderem als Wasser gefüllt, nicht aus Plastik und transparent sind. Als wir in Köln die Bibliothek betraten, schaute ich mich direkt nach den Schließfächern um, bis eine Freundin von mir zu lachen begann. In Köln muss man nicht einmal seinen Rucksack wegschließen! Auch wenn es wohl kaum erlaubt ist, merkt es doch niemand, wenn man zwischen dem Lernen etwas Schokolade als Nervennahrung isst oder sich kurz mit Freunden unterhält.
Für alle, die sich in diesem Sommer entscheiden werden, an welcher Uni sie studieren möchten, würde ich empfehlen, sich auch die Bibliothek mal anzuschauen! Sie ist bestimmt nicht das Wichtigste an einer neuen Wahlheimat, oft aber doch ein Ort, wo du viel Zeit verbringen wirst.

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