Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Uni-Cup

Eines der RWTH-Highlights im Winter ist definitiv der Uni-Cup. Dabei treten die drei großen Fachschaften Maschinenbau, Elektrotechnik und Medizin im Eishockey mit je einer Professor-, Damen- und Herrenmannschaft gegeneinander an. Außerdem hat jede Fachschaft ihr Cheerleader-Team, dessen Show meist noch mehr entgegengefiebert wird als der eigentlichen Hockey-Begegnung. Insbesondere der unvergleichlichen Stimmung wegen, die dort jedes Jahr aufs Neue herrscht, sind die Karten dafür so begehrt, dass man für das Anstehen bis zu zehn Stunden einplanen sollte.
Meine Kommilitonen und ich begaben uns deshalb mitternachts, mit Klappstühlen und Glühwein ausgerüstet, in den Innenhof eines Unigebäudes, um am nächsten Morgen um 10 Uhr zum Verkaufsstart auch tatsächlich an die begehrten Karten heranzukommen. Den Minusgraden trotzten wir mit Decken, Skiunterwäsche und selbstgemachter Lagerfeuermusik. Dieses alljährliche Campieren für die Karten ist schon seit einigen Jahren studentische Tradition und verschiebt sich jedes Mal aufgrund der zunehmenden Beliebtheit etwa eine Stunde nach vorne. So reichte es vor zwei Jahren noch, den Klappstuhl erst gegen fünf Uhr morgens auszupacken; inzwischen ist das Anstehen an sich schon zum Event geworden, sodass viele Studierende, so wie wir, gut gegen Kälte gewappnet die ganze Nacht dort verbringen. Der Uni-Cup findet eine Woche später statt. Es ist eines der wenigen Events der Uni, das einem ein wirklich starkes Zugehörigkeits- und Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt, wie es sonst eher an ausländischen Hochschulen üblich ist.
Ich freue mich schon darauf, dass die Maschinenbauer den Titel verteidigen werden – hoffentlich!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 26, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 26, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Déjà-vu

Seit voriger Woche wohnt mein Opa probeweise im Altenheim. Weil er zunehmend dement wird, kommt er leider nicht mehr alleine zurecht. Mit etwas Glück fanden wir recht schnell einen Platz für ihn und er hat sich inzwischen schon ein wenig eingelebt. Wir besuchen ihn täglich, um ihm die Umstellung so angenehm wie möglich zu machen. Für ist es wie ein Déjà-vu, wenngleich seine Zimmernachbarn deutlich fitter sind als die Damen und Herren, die ich noch vor gut einem Jahr in Frankreich betreut hatte.
Obwohl mein Opa in jüngeren Jahren nie viel für Musik übrig hatte, ist er inzwischen immer ganz gerührt, wenn wir ab und zu gemeinsam musizieren. Spontan überlegte meine Familie sich deshalb, am Sonntag die Instrumente einfach mit ins Altenheim zu nehmen und ihm und seinen Nachbarn mit Musik eine kleine Freude zu machen. Mit Querflöte, Keyboard, Noten und der eigenen Stimme bewaffnet besuchten wir die Senioren um die Kaffeezeit. Nach einem etwas holprigen Beginn – wohl wegen der Spontaneität dieser Aktion – spielten wir uns aufeinander ein, sodass alle einen schönen Nachmittag hatten und wir für ein weiteres Mal zusagten.
Interessanterweise können demente Menschen sich oft unfassbar gut an Liedtexte erinnern, während sie sonst schon die Namen der eigenen Kinder durcheinanderwerfen. Ich hatte während meines Freiwilligendienstes jedenfalls immer Mühe, in Sachen Textsicherheit mit den Senioren mitzuhalten. Nach einem Jahr war ich immer noch nicht gänzlich mit all den Strophen vertraut, die sie Woche für Woche aus den verborgensten Ecken ihres Gedächtnisses zauberten. Musik fasziniert eben; sie rührt, therapiert, bringt zusammen, bewegt und macht einfach unheimlich viel Spaß.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 17, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Auslandssemester

Im dritten Semester fangen viele meiner Kommilitonen an, sich Gedanken über ein Auslandssemester zu machen. Zuvor lohnt sich dieses allein von der fachlichen Seite her nicht, da noch nicht einmal in der Muttersprache geklärt ist, ob sich der Studiengang für einen eignet. Das in einer Fremdsprache festzustellen, ist sicher noch schwieriger. Ab dem vierten bis fünften Semester gibt es Partnerhochschulen, die einige Plätze anbieten. Deshalb finden sich bei den entsprechenden Infoveranstaltungen zu Semesterbeginn insbesondere Drittsemester ein, die sich einen Überblick über die Möglichkeiten für ein Auslandssemester verschaffen möchten.
Meine Erfahrung ist, dass man nur sehr wenig Konkretes im Internet findet, da bei jedem Studierenden verschiedene Zielvorstellungen, Fachrichtungen, Noten und Motivationen eine Rolle spielen. Um sich ein paar Anstöße zu holen, wo man sich informieren kann, sind solche im Vortragsstil gehaltenen Infoveranstaltungen sicher hilfreich. Konkretes zur eigenen Vorstellung von einem Auslandssemester bekommt man allerdings aus meiner Sicht nur in einem persönlichen Gespräch mit der Hochschulberatungsstelle; an der RWTH Aachen „International Office“ genannt.
Ich selbst spiele auch mit dem Gedanken, mich noch einmal für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu wagen, werde den Schritt allerdings nur gehen, wenn ich ein passendes Programm finde. Da ich entweder gerne meine Englisch- oder Französischkenntnisse in so einem Semester verbessern würde, habe ich wahrscheinlich gar nicht so schlechte Chancen. Zumindest die Plätze in französischsprachigen Ländern sind nicht so gefragt, wie die in den USA, China oder Australien, für die man absolute Spitzennoten braucht. Im Moment bin ich noch dabei, Informationen zu sammeln. Viele Bewerbungsfristen sind allerdings demnächst fällig – mal sehen, wie es weiter geht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 4, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 4, 2017