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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Leckereien aus allen Herren Ländern

Endlich sind alle Klausuren geschafft! Seit ein paar Tagen freue ich mich so richtig auf meinen Urlaub. Übermorgen werde ich nämlich einen kleinen Abstecher in den Süden machen. Vier Tage lang werde ich im Rahmen der Hauptversammlung des europäischen Studierendenvereins AEGEE mit 700 Studierenden aus ganz Europa in einer Turnhalle in Catania auf Sizilien schlafen, tagsüber im Plenum diskutieren, verschiedene Workshops besuchen und abends mit allen gemeinsam feiern gehen.
Der letzte Abend ist dabei traditionell das Highlight der Versammlung: Gemeinsam feiern wir die „European Night“, bei der jeder eine Spezialität aus seinem Land mitbringt. Alles wird auf Tischen aufgebaut und man kann überall irgendwelche Kleinigkeiten probieren. Limonade aus Schottland, Salami aus Ungarn, Schnaps aus der Slowakei, Süßigkeiten aus Lettland, Wein aus Moldawien, Olivenöl aus Griechenland und viele andere Leckereien. Die meisten Dinge schmecken etwas fremd, und ab und zu sogar völlig unbekannt - aber ziemlich gut. Ganz unbedarft sollte man sich den Spezialitäten allerdings trotzdem nicht widmen… denn dann kann es passieren, dass einem ohne Vorwarnung der ukrainische Chilischnapps den Rachen wegbrennt oder man in Erwartung eines köstlichen Bonbons plötzlich einen versalzenen Klumpen mit Betonkonstistenz im Mund hat. Nach vielen mehr oder weniger positiven Überraschungen dieser Art, habe ich langsam den Bogen raus, diese Dinge zu erkennen.
Alles in allem ist der Abend immer von einer wunderbaren Atmosphäre geprägt und obwohl bei fast jedem AEGEE-Event eine „European Night“ stattfindet, gibt es immer noch Spezialitäten, die mir völlig neu sind.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 2, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Systemcheck

In der ersten Woche an der Uni wurde mir und allen anderen Erstis prophezeit, dass das erste auch das letzte Semester sein würde, in dem wir noch regelmäßig zu Vorlesungen gehen würden. Zugegebenermaßen habe ich mir bereits im ersten Semester die eine oder andere Vorlesung geschenkt, dafür aber bei den halbwegs spannenden Vorlesungen bis ins dritte Semester durchgehalten.
Das Argument, mit dem ich mich zu rechtfertigen versuchte, wenn ich nicht zur Vorlesung ging: „Aus den 90 Minuten nehme ich nicht viel mit. Es ist verschwendete Zeit. Würde ich mich für die gleiche Zeit an meinen Schreibtisch setzen und mich in das Thema einlesen, wäre der Lerneffekt viel größer.“ Das Gegenargument meines schlechten Gewissens: „So viel Disziplin hast du aber nicht.“ Da es außerdem viel bequemer ist, sich eineinhalb Stunden vollquatschen zu lassen, als sich selbst mit dem Skript auseinanderzusetzen, ging ich weiter hin. Als ich dann allerdings anfing, wie auf Knopfdruck in der Vorlesung einzuschlafen, konnte ich mein schlechtes Gewissen überzeugen – denn so machte es ja auch keinen Sinn.
Was habe ich gelernt? Es ist wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit dem Lehrangebot der Uni umgeht. Jeder Pädagoge kann wahrscheinlich bestätigen, dass eine Vorlesung für viele Lerntypen extrem ineffektiv ist. Und trotzdem habe ich mich dem System drei Semester lang angepasst, bevor ich gemerkt habe, dass ich meine Zeit verschwende. Seit dem vierten Semester gehe ich einen Mittelweg. Ich habe mich am Anfang gezielt bei jeder Veranstaltung gefragt, ob sie für mich sinnvoll ist und dann alle ignoriert, bei denen die Antwort negativ ausfiel.
Da die Prüfungsphase nach diesem Semester eher besser als die bisherigen läuft, freue ich mich darüber, dass diese Methode für mich offensichtlich ganz gut funktioniert.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Oct 25, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Effektiv lernen durch Nichtstun?

Katharina HartzSeit mir aufging, dass die von der Uni angebotenen Lehrveranstaltungen oft nicht besonders effektiv sind - also seit meiner zweiten Woche – mache ich mir darüber Gedanken, wie ich selbst am besten lernen kann. Ob ich alleine oder in einer Gruppe effektiver lerne, welche Tageszeit mir liegt, ob ich besser in den Lernraum gehe, oder zuhause bleibe – viele Dinge konnte ich schon für mich beantworten. Zum Beispiel habe ich ziemlich schnell festgestellt, dass meine produktiven Stunden nicht nachts, sondern morgens sind. Über diese Erkenntnis ging es aber leider nie hinaus. Ich war ständig unzufrieden mit meinem Lernpensum, wusste aber auch nicht, wie ich effektiver werden konnte. Bis ich in dieser Klausurphase aufhörte ein schlechtes Gewissen zu haben, sobald ich eine Pause einlegte.
Ein schlechtes Gewissen war deshalb fast unvermeidlich, weil man ständig von Studierenden hört, die die Bibliothek in der Prüfungsphase nur zum Schlafen verlassen, den Abend bestenfalls mit einer romantischen Stelle im Skript verbringen und die Nacht vor der Klausur grundsätzlich durchlernen. Der Vergleich mit dieser Lernweise hat bei mir bewirkt, dass ich weniger Pausen machte, als ich brauchte und die, die ich machte, nichts brachten, weil ich mich dabei schlecht fühlte. Gerade in den ersten Tagen, in denen man richtig in ein Thema einstiegt, ist meine Stimmung nach ein paar Übungen am Boden, weil ich im besten Fall die Hälfte lösen konnte und außerdem stundenlang versuchte, die andere Hälfte anhand kryptischer Musterlösungen zu verstehen. An dieser Stelle wäre das einzig Richtige, eine Pause einzulegen – was mir im Angesicht der ganzen Turbostudenten um mich herum aber nie in den Sinn kam.
Jetzt weiß ich: Das einzig Ineffektive war das ständige schlechte Gewissen. Nachdem ich das erkannt habe, nehme ich besser wahr, wenn ich mich kaum noch konzentrieren kann und lege eine kleine Pause ein, die ich dann auch absolut genieße. So habe ich deutlich mehr Energie und damit auch mehr Motivation zum Weitermachen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Oct 19, 2017