interaktiv

Die Lehrer von morgen

Berufliche Alternativen

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

24.09.2018

Ich hatte schon öfters mit dem Gedanken gespielt, nochmal etwas anderes zu studieren. Das liegt auch an meinem Schwager. Er war von Anfang an nicht begeistert von meinem Lehramtsstudium, weil er mich für hochbegabt hält und meint, ich müsste etwas machen, was mich mehr herausfordert. Der Idee, Jura zu studieren, hänge ich schon sehr lange nach. Aber das ist einfach nicht mein Weg. Ich sehe meine Kompetenzen doch eher im Sozialen und Kreativen. Außerdem ist der Beruf der Sonderpädagogin auch anspruchsvoll. Das Argument, ich würde mein Potential „verschenken“ kann man schließlich auch umkehren: Es wäre genauso schade, wenn ich nicht im sozialen Bereich arbeiten würde, obwohl ich das gut kann. Trotzdem habe ich mich gefragt, warum ich von dieser Idee eines weiteren Studiums so begeistert war. Und ich glaube mittlerweile, dass die Antwort darauf ist: Weil mir Studieren einfach Spaß macht. Es gefällt mir, mich in neue Themen einzuarbeiten, Texte zu lesen, selbst Texte zu verfassen, Struktur in etwas zu bringen, etwas zu evaluieren. Mir gefällt wissenschaftliches Arbeiten und ich vermisse es schon jetzt ein wenig. Manchmal bin ich neidisch, wenn ich jemanden in der Bahn an einer Hausarbeit schreiben sehe oder wenn mein Freund gerade für sein Staatsexamen lernt.
Ein paar Wochen nach der Begegnung mit meinem Schwager war ich bei meiner Lieblingsprofessorin in der Sprechstunde. Wir besprachen meine wissenschaftliche Arbeit, sie hatte sie mit 1,0 bewertet. In unserem Gespräch fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könnte, zu promovieren. Ich hatte bereits daran gedacht, aber nicht ernsthaft geglaubt, dass ich das Zeug dazu hätte. Seit diesem Gespräch mit meiner Professorin bin ich überzeugt, dass das mein Weg sein könnte. Versteht mich nicht falsch: Ich finde meinen gewählten Beruf sehr wertvoll und ich möchte gerne Lehrerin werden. Aber ich kann mir vorstellen, dass es mich zurück an die Hochschule ziehen wird. Das muss alles nicht sofort sein, ich freue mich aktuell sehr auf mein Referendariat. Aber trotzdem beruhigt es mich sehr, dass es diese Option gibt.

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