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Die Lehrer von morgen

News an der Jobfront

Mein Vertrag mit der Gemeinde für die Arbeit im Kindergarten läuft nun aus. Bisher hieß es, meiner Verlängerung stünde nichts im Wege, da sich noch niemand für die Stelle gefunden habe und zur Not auch in anderen Kitas im Ort Bedarf bestünde. Doch dann stellte sich eine andere Bewerberin vor, die die Einrichtung bereits kennt und von der alle begeistert waren. Sehr wahrscheinlich wird sie demnächst eingestellt – ich habe mich schon den Kindergarten verlassen sehen, ohne Aussicht auf eine neue Stelle.
Doch gestern änderte sich meine Lage, denn meine Professorin machte mir ein Jobangebot. Ich wusste bereits, dass sie mir die Mitarbeit an einem Projekt anbieten würde, dachte aber, es handle sich um eine normale studentische Hilfstätigkeit. Tatsächlich aber geht es um drei Monate mit jeweils 80 Stunden, also fast eine Teilzeitstelle. Außerdem werde ich nun durch meinen Abschluss nicht mehr als studentische Hilfskraft, sondern als wissenschaftliche Hilfskraft bezahlt, weshalb ich von diesem Gehalt fast alle meine Ausgaben decken kann. Über das Projekt darf ich noch nicht so viel verraten, aber ich werde vor allem Recherchearbeit leisten: Studien sichten, Literatur beschaffen, Material kategorisieren und bewerten. Ich kann das alles mehr oder weniger von zuhause aus machen – nur für die Literaturbeschaffung muss ich in Bibliotheken fahren.
Ich möchte sehr gerne in dem Projekt mitarbeiten, freue mich über so viel Flexibilität in meiner Zeiteinteilung und hoffe, dass ich die dafür nötige Disziplin aufbringen kann. Außerdem würde sich die Tätigkeit gut in meinem Lebenslauf machen, gerade im Hinblick auf eine mögliche wissenschaftliche Karriere.
Nebenbei mit 50 Prozent im Kindergarten zu arbeiten, wäre mir dann allerdings zu viel. Vielleicht könnte ich ab und zu als Krankheitsvertretung in den örtlichen Kitas eingesetzt werden und so mein Gehalt von der Hochschule noch etwas aufstocken. Wie ich mich im Januar finanziere, meinem letzten Monat vor dem Referendariatsbeginn, weiß ich allerdings noch nicht. Aber da bisher alles so gut geklappt hat, hoffe ich, dass sich auch hier wieder alles gut fügt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Oct 4, 2018

Die Lehrer von morgen

Sich sortieren

Jeder kennt Sprüche wie: „Jetzt haben wir schon wieder September, wie schnell doch die Zeit vergeht!“ Ja, die Zeit vergeht wie im Flug. Wenn ich überlege, wie lang mir die Semesterferien am Anfang vorgekommen waren und welche Meilensteine ich zu bewältigen hatte, ist es verrückt, dass es jetzt schon wieder in Richtung Unialltag geht.
Meine Ferienjobs bei der Post und der Ferienbetreuung absolvierte ich erfolgreich. Ich brachte mein Zimmer im Studentenwohnheim auf Vordermann. Außerdem musste ich den Verlust eines mir nahestehenden Menschen verarbeiten. Nun kümmere ich mich in Würzburg um das Exposé meiner Zulassungsarbeit. In diesen Semesterferien durchlebte ich also Höhen und Tiefen. Zum einen wollte ich, dass die Zeit schnell vergeht, zum anderen hätte ich mehr Zeit gebraucht.
Nächste Woche beginnt bereits mein dreiwöchiges Praktikum in Nürnberg an einer Sprachheilschule in einer sechsten Klasse. Ich bin aufgeregt, da ich in einem fremden Zimmer schlafen werde, in einer neuen Stadt Zeit verbringe und ich wieder in neue Ereignisse an einer Schule eintauchen werde. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt. Ich lerne einen weiteren Arbeitsplatz kennen, neue Gesichter und kann endlich wieder mein Berufsfeld praktisch ausüben. Zum einen liebe ich das Neue, zum anderen wiege ich mich gerne in meinem sicheren Kokon. Doch meine Großmutter spricht mir immer zu, dass man nur mit neuen Erfahrungen wachsen kann – und da hat sie auch Recht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 27, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 27, 2018

Die Lehrer von morgen

Berufliche Alternativen

Ich hatte schon öfters mit dem Gedanken gespielt, nochmal etwas anderes zu studieren. Das liegt auch an meinem Schwager. Er war von Anfang an nicht begeistert von meinem Lehramtsstudium, weil er mich für hochbegabt hält und meint, ich müsste etwas machen, was mich mehr herausfordert. Der Idee, Jura zu studieren, hänge ich schon sehr lange nach. Aber das ist einfach nicht mein Weg. Ich sehe meine Kompetenzen doch eher im Sozialen und Kreativen. Außerdem ist der Beruf der Sonderpädagogin auch anspruchsvoll. Das Argument, ich würde mein Potential „verschenken“ kann man schließlich auch umkehren: Es wäre genauso schade, wenn ich nicht im sozialen Bereich arbeiten würde, obwohl ich das gut kann. Trotzdem habe ich mich gefragt, warum ich von dieser Idee eines weiteren Studiums so begeistert war. Und ich glaube mittlerweile, dass die Antwort darauf ist: Weil mir Studieren einfach Spaß macht. Es gefällt mir, mich in neue Themen einzuarbeiten, Texte zu lesen, selbst Texte zu verfassen, Struktur in etwas zu bringen, etwas zu evaluieren. Mir gefällt wissenschaftliches Arbeiten und ich vermisse es schon jetzt ein wenig. Manchmal bin ich neidisch, wenn ich jemanden in der Bahn an einer Hausarbeit schreiben sehe oder wenn mein Freund gerade für sein Staatsexamen lernt.
Ein paar Wochen nach der Begegnung mit meinem Schwager war ich bei meiner Lieblingsprofessorin in der Sprechstunde. Wir besprachen meine wissenschaftliche Arbeit, sie hatte sie mit 1,0 bewertet. In unserem Gespräch fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könnte, zu promovieren. Ich hatte bereits daran gedacht, aber nicht ernsthaft geglaubt, dass ich das Zeug dazu hätte. Seit diesem Gespräch mit meiner Professorin bin ich überzeugt, dass das mein Weg sein könnte. Versteht mich nicht falsch: Ich finde meinen gewählten Beruf sehr wertvoll und ich möchte gerne Lehrerin werden. Aber ich kann mir vorstellen, dass es mich zurück an die Hochschule ziehen wird. Das muss alles nicht sofort sein, ich freue mich aktuell sehr auf mein Referendariat. Aber trotzdem beruhigt es mich sehr, dass es diese Option gibt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 24, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 24, 2018