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Studieren im Ausland

Eine Stadt in Sektoren

Thais hatte Recht behalten. Wenige Stunden, nachdem Polo und ich in Brasília angekommen waren, wusste ich, dass ich die Stadt liebte. Zumindest, um sie für ein verlängertes Wochenende zu besuchen. Dort zu leben, das wäre noch einmal ein anderes Thema. Die Architektur war einfach der Wahnsinn. Aber auch die Struktur der Stadt faszinierte mich. Ich war noch nie an einem ähnlichen Ort gewesen. Brasília ist in verschiedene Sektoren aufgeteilt. Es gibt einen Hotelsektor, einen Banksektor, einen Wohnsektor, einen Einkaufssektor, einen Sektor, in dem die Bars und Diskotheken sind, und so ging es weiter. Wir hatten Glück, dass der Hotelsektor nicht weit von den touristischen Attraktionen wie dem Kongress, der Kathedrale und dem Platz der drei Gewalten entfernt liegt. So verbrachten wir das ganze Wochenende damit, Brasília zu Fuß zu erkunden. Polo hatte so viel über die verschiedenen Bauwerke gelesen, dass er der perfekte Touristenführer war. Nur im Kongress nahmen wir zusätzlich an einer Führung teil.

Am ersten Abend gingen wir in einem Restaurant essen, das uns im Hotel als nicht allzu teuer empfohlen worden war. Als wir dort jedoch ankamen und die Speisekarte sahen, waren wir völlig geschockt. Ein Gericht unter dreißig Euro war praktisch nicht zu finden. In den anderen Restaurants war das Essen allerdings noch teurer. Thais hatte uns zwar schon vorgewarnt, doch hatten wir nicht gedacht, dass es so kostspielig werden würde. Schließlich entschieden wir uns doch für das erste Restaurant und beschlossen einfach, es uns an diesem Wochenende richtig gut gehen zu lassen. In Fortaleza konnten wir wieder täglich für 30 Cent in der Mensa essen.

Das Wochenende ging viel zu schnell vorbei, sodass wir bald auch schon wieder im Taxi auf dem Weg zum Flughafen waren. Als wir auf die Autobahn fuhren, erklärte uns der Taxifahrer, dass sonntags alle Autobahnspuren bis auf eine gesperrt werden, sodass die Bevölkerung die Straße zum Joggen, Fahrradfahren oder Inlineskaten benutzen kann. Und tatsächlich, die Autobahn war in eine Art Park verwandelt worden, in dem die Leute mit ihren Hunden joggen gingen, Skateboard fuhren und kleine Kinder Fahrradfahren lernten.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 25, 2015

Studieren im Ausland

Brandheiße Situation

Hier in den USA ist donnerstags immer „Throwback Thursday“ auf den Social Media-Plattformen wie Instagram und Facebook. Dabei geht es darum, Ereignisse zu posten, die einem besonders in Erinnerung geblieben sind. Die Frage, was ich wohl an diesem Donnerstag posten könnte, brachte mich auf die Idee, euch von einer gefährlichen Situation zu erzählen.

Vor ein paar Monaten machte ich mich am Abend auf den Weg zum College, um meinen Abendkurs zu besuchen. Plötzlich hupten die anderen Autofahrer und gaben mir Lichtsignale. Ich dachte nur: Was haben die denn, die können doch unmöglich mich meinen? Mein Auto fuhr schließlich tadellos. Bis es dann immer langsamer wurde, ich rechts ranfuhr und letztendlich panisch ausstieg.

Vor mir hielten Autofahrer an, die mich sofort aus dem Auto scheuchten. Ich konnte gerade noch so meine Handtasche greifen und mich vom Auto entfernen, da fing es auch schon an, überall zu brennen. Wie ich von anderen Autofahrern erfuhr, hatte es bereits von unten gebrannt, als ich noch seelenruhig damit gefahren war. Ich hatte das gar nicht bemerkt, denn weder roch ich etwas, noch machte das Auto Probleme.

Heute blicke ich auf diesen Tag immer noch mit Schrecken zurück. Wenn ich an der Stelle, an der ich damals stehen geblieben war, vorbeifahre, denke ich daran. Sobald mir während der Autofahrt ein ungewöhnlicher Geruch in die Nase steigt, schalte ich das Radio aus und vergewissere mich, dass alles in Ordnung ist. Was letztendlich zu dem Brand fuehrte? Elektroschaden, meinte die Versicherung. Mir wird diese Schrecksekunde immer unangenehm in Erinnerung bleiben.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 25, 2015

Studieren im Ausland

Vom Öko zum Berater?

Vor zwei Wochen entdeckte ich per Zufall eine Stellenanzeige als Kommunikationsberater und dachte mir, da ich gerne Präsentationen gestalte und mit Menschen interagiere, könnte das doch etwas für mich sein. Also schmiss ich meinen herkömmlichen Lebenslauf und mein Bewerbungsschreiben über den Haufen, gestaltete ein kreatives CV und rundete meine Bewerbung mit einem animierten Bewerbungsvideo ab. Nach einem kurzen Telefoninterview letzte Woche bin ich nun nach London zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Damit bestätigt sich der Rat unseres Career Services: In der Medien- und Kreativwelt können die Initiative und das Design mehr als der reine Inhalt punkten.

Unverhofft kommt oft, und deswegen musste ich gestern noch einiges organisieren. Von einem Kumpel lieh ich mir ein Hemd, denn wenn „smart“ als Dresscode angesagt ist, kann ich nicht in T-Shirt und Jeans auftauchen. Eine Kommilitonin fragte ich, ob ich bei ihren Eltern in London übernachten könnte. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich aufgeregt … und es fühlt sich an wie der Sprung ins kalte Wasser: von Umweltbewegungen und Landwirtschaft in die Kreativ- und Geschäftswelt zu wechseln.

Design und Kreatives macht mir einfach Spaß. Neben der Uni habe ich immer Flyer, Zeitungen oder Websites gestaltet. Wir brauchen effektive Kommunikation, um einige der Probleme in der Welt offenzulegen. Oftmals sind es Missverständnisse oder einfach schlecht formulierte Appelle, die bei Leuten keinen Anklang finden. Mein Gedanke: Wenn ich Erfahrung im Kommunikationsbereich sammele und Unternehmen helfen muss, sich zu vermarkten, sollte das helfen, Umweltbelange auch größeren Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen zu vermitteln. Ich wurde aber auch gewarnt: „Als ich als Unternehmensberater startete, dachte ich, ich könnte das System von innen umkrempeln. Schneller als du denkst, wirst du Teil davon sein.“ Mit dieser Warnung im Hinterkopf fuhr ich nach London, rasiert und im Anzug. Die Haare sind aber immer noch lang.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 23, 2015