interaktiv

Meine Abschlussarbeit

Keep calm and carry on

Autor:
Annika

Rubrik:
studium

25.09.2017

Gerade schreibe ich meine Masterarbeit, nach der für den Bachelor also meine zweite Abschlussarbeit. Dadurch meine ich einerseits, ein paar Sachen verstanden zu haben, gleichzeitig fühle ich mich trotzdem manchmal wie eine Grundschülerin.
Als ich damals meine Bachelorarbeit geschrieben habe, kam der Moment, an dem ich mich gefragt habe, warum denn in sieben Semestern Studium niemandem aufgefallen ist, dass ich einfach zu doof zum Studieren bin. Wie vorhin anklang: ich habe es dennoch geschafft. Für alle also, die sich auch manchmal so fühlen: auch ihr könnt das schaffen! Denn hat man es erst mal durchs Studium bis zur Abschlussarbeit geschafft, ist diese zwar kein Kinderspiel, aber die ganze Studiererei lehrt einen dann doch, wie man Texte liest, sie versteht, wiedergibt und sich eigene Gedanken zu allem macht.
All das muss ich mir offen gestanden auch gerade selbst immer wieder sagen. Ich finde Gründe, warum meinen Dozenten und Dozentinnen im Masterstudiengang nicht auffiel, dass ich das nicht drauf habe und warum ich wirklich ungeeignet für den Mastertitel bin.
Alles Quatsch, weiß ich selber. Diese Gedanken kommen in Phasen, in denen man nicht weiter weiß. In denen man viel gelesen hat und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Oder in denen man noch nicht genug gelesen hat und sich noch mehr Wissen aneignen muss. In denen Kommilitonen, Freunde, Familie das eigene Thema kritisieren – weil sie es nicht besser wissen oder tatsächlich Recht haben, was aber nicht heißt, dass alles Unsinn wäre, was man sich so denkt.
Wenn die Zweifel jetzt wiederkommen, dann erinnere ich mich daran, dass ich das schaffen kann. Ich halte mich an den Rat eines Freundes, der meinte, Zweifel und Ängste wären kein Problem, solange man nicht aufhört, weiterzumachen. Ich lese also weiter, auch wenn ich mich frage, was das alles bringt. Ich schreibe Gedanken auf und irgendwann kommt er, der Moment, in dem aus all den vermeintlich wirren Gedanken eine Masterarbeit geworden ist.

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