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Der Berg ruft

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

26.09.2019

Nach einem Monat der puren Entspannung hieß es Anfang August: Ab in die Alpen! Zunächst in einer größeren Gruppe unterwegs, wanderten wir für ein paar Tage von Hütte zu Hütte. Zunächst war uns der Wettergott wohlgesonnen, doch der letzte Tag zwang uns zu spontaner Umdisponierung: Laut Wetterprognose sollte es vormittags noch schön sein und gegen Nachmittag gewittern. Also wollten wir früh aufstehen und die Etappe schnell durchziehen. Doch daraus wurde nichts, pünktlich um sechs Uhr morgens fing es an zu regnen und Besserung war nicht in Sicht – was also tun? Die geplante Route war nun nicht mehr möglich, zu tief hingen die Wolken, zu hoch verlief der anvisierte Weg. Es blieb uns nichts anderes übrig, als einen Umweg zu gehen und die Tour um einen Tag abzukürzen. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte: Wären wir über den Höhenweg zur Hütte gewandert, hätten wir mit Schnee zu kämpfen gehabt. So mussten wir nur mit Regen klar kommen. Den Tag, den wir durch das Abkürzen gewonnen hatten, verbrachten wir in Innsbruck, wo wir Stadtbild und Torten genießen konnten und am Abend die neue Kletterhalle austesten konnten.
Die folgenden Tage verbrachten wir – nun in deutlich kleinerer Gruppe – auf einer schönen, kleinen Hütte im Osten Tirols. Von dort aus gab es zahlreiche Klettergärten – also Felswände mit Haken drin, um sich beim Klettern abzusichern – die wir allesamt austesteten. Gekrönt wurde dieser Kletterurlaub von ein paar schönen langen Mehrseillängenrouten, also alpiner Kletterei, die höher als nur zwanzig, dreißig Meter hoch geht, sondern eben mehrere Seillängen lang ist. Um die Technik dahingehend nochmal zu vertiefen, hatten wir einen Bergführer für einen Tag, der das, was wir bereits in einem DAV-Kurs vor ein paar Jahren gelernt hatten, überprüfte und verfeinerte. Derart geschult verbrachten wir noch einige schöne Tage bei überwiegend perfektem Wetter in Tirol!
Wieder einmal wurde mir klar, wie sehr ich landschaftliche Abwechslung dort oben im plattgebügelten Münsterland vermisse. Mittlerweile bin ich mir doch relativ sicher, dass es mich früher oder später wieder in den Süden zieht, um der Bergwelt ein Stückchen näher zu sein! Doch zunächst ging es wieder nach Münster: Die nächsten zwei Wochen galt es, nochmal ordentlich Literatur zu pauken, um meine Dissertation zu verteidigen.

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