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Bachelor live: Aufbruchstimmung

Foto von abi>> Bloggerin Anna

Autor:
Anna

Rubrik:
studium

24.02.2022

Im November packte mich plötzlich die Abenteuerlust und mir kam der Gedanke, im letzten Studienjahr noch ein Auslandssemester einzubauen. Zwar hatte ich mich ursprünglich längst gegen einen Auslandsaufenthalt während des Bachelorstudiums entschieden. Da ich nun aber ohnehin etwas länger als die Regelstudienzeit brauchen werde (und dank der Impfungen auch ein etwas besserer Umgang mit der Pandemie möglich wird), schien mir das siebte Semester eine tolle Gelegenheit, einige Monate im Ausland zu studieren.

Ein kurzer Blick auf die Bewerbungsfristen und mir wurde bewusst: Eine Bewerbung für die Europaprogramme ist noch machbar! Ich beschloss, es zu versuchen und nach einigen Telefonaten, Internetrecherchen, Notenberichten, einem spontan abgelegten Englischtest und einem Motivationsschreiben hieß es erstmal: Abwarten.

In der Zwischenzeit war ich so mit Prüfungen und anderen Dingen beschäftigt, dass ich kaum an die Bewerbung dachte. Letzte Woche erhielt ich dann jedoch einen dicken Briefumschlag per Post – eine Zusage für meinen Erstwunsch, ein Auslandssemester ab September 2022 an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest!

Natürlich freue ich mich über die Zusage. Ich muss aber zugeben, dass ich mich auch noch ein bisschen überfordert fühle, denn ich plane normalerweise gerne weit im Voraus. Mich zwei Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist spontan für ein Auslandssemester zu entscheiden, ist sehr ungewöhnlich für mich. Mir kamen sogar noch einmal Zweifel, ob ich mit Budapest eine gute Wahl getroffen habe, schließlich wollte ich ursprünglich nach Frankreich oder in ein englischsprachiges Land. Da die Plätze für Psychologie dort jedoch sehr begrenzt sind, waren mir schließlich andere Kriterien wichtig: die angebotenen Kurse, eine schöne Stadt, Reisemöglichkeiten, eine interessante Kultur. Und nach Budapest wollte ich schon lange einmal!

Letztlich bin ich stolz, dass ich den Mut hatte, mich noch zu bewerben und mich aus meiner „Komfortzone“ herauszuwagen. Ich erhoffe mir von meinen fünf Monaten in Ungarn viele neue Eindrücke aus einem bisher unbekannten Land, spannende englischsprachige Kurse – und vielleicht auch einen anderen Blick auf Psychologie. Vor allem aber hoffe ich auf eine Corona-arme Zeit mit vielen neuen Bekanntschaften, Reisen und Erfahrungen!