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Bachelor live: Mein Praktikum in der Stadtentwicklung (2)

Bloggerin Diana liegt auf der Mauer und liest

Autor:
Diana

Rubrik:
studium

05.08.2022

Anfangs war es für mich ungewohnt, fast acht Stunden im Büro zu verbringen. Man fährt früh hin, abends nach Hause und stellt fest, dass der Tag quasi rum ist. Manchmal bin ich so geschafft, dass ich an den Abenden kaum noch etwas machen kann. Verglichen mit dem Studium ist das schon eine Umstellung. Trotzdem ist es schön, einen Einblick ins Berufsleben zu erhalten.

An den Wochenenden kann ich umso mehr abschalten und beispielsweise Ausflüge unternehmen, mich mit Leuten treffen oder Dresden erkunden. Ich liebe es, hier mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Es ist schön flach, es gibt einige gute Radwegverbindungen und wenn ich morgens über eine der großen Brücken fahre und sich vor mir das Panorama der Altstadt am Elbufer auftut, muss ich automatisch lächeln. Dresden ist definitiv eine lebenswerte Stadt. Umso glücklicher bin ich, dass ich meine drei Monate Praktikum hier verbringen darf. Für diese Zeit bin ich im Internationalen Gästehaus in einer 2er-WG untergebracht. Das Zimmer ist voll möbliert, sodass ich nur Kleidung und einige persönliche Gegenstände mitgenommen habe. Mit wem ich mir allerdings Küche und Bad teilen würde, wusste ich vorher nicht. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich mit meiner Mitbewohnerin sehr gut verstehe und dadurch ein richtiges WG-Leben habe. Es ist schön, gemeinsam in der Küche zu quatschen, zusammen in die Stadt zu gehen, zu kochen oder eine Runde Mario Kart zu spielen. Da ich in Erfurt allein wohne, weiß ich diese WG-Erfahrung sehr zu schätzen.

In den kommenden Wochen werde ich mich mit meinem Praktikumsbericht auseinandersetzen. Da dieser aus einer zehnseitigen Hausarbeit besteht, muss ich mir dafür einen Themenschwerpunkt aus dem Praktikum aussuchen und eine wissenschaftliche Forschungsfrage entwickeln. Ich habe bereits eine grobe Idee, aber die konkrete Ausarbeitung inklusive Literaturrecherche steht mir noch bevor.

Langweilig wird es mir in Dresden bestimmt nicht. Ich bin froh, dass bisher alles so gut läuft, dass ich hier einige Leute habe, mit denen ich gerne Zeit verbringe, dass ich mich in meinem Praktikumsbüro wohlfühle und die Chance habe, diese wunderschöne Stadt besser kennenzulernen. Die Zeit verfliegt schon jetzt viel zu schnell. Deshalb möchte ich die Tage hier so gut wie möglich genießen und mir vielleicht schon mal die ersten Gedanken machen, wie es nach dem Bachelor für mich weitergehen könnte.