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Die Lehrer von morgen: Roadtrip

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

12.10.2021

Während letztes Jahr ein kurzer Wochenendtrip das einzige war, was in Sachen Urlaub drin war, sah dieses Jahr ein bisschen anders aus. Doppelt geimpft war mit Pia, Lisa, Miriam und mir dieselbe Konstellation wie letztes Jahr am Start, aber statt der Eifel, war dieses Jahr ein Roadtrip bis nach Südfrankreich geplant. Miriam verbringt ihr nächstes Semester in Toulouse und irgendwie bot es sich an, sie dorthin zu bringen und unterwegs möglichst viele schöne Orte zu besichtigen.

Nahe der Schweizer Grenze bei Genf war unser erster Campingplatzaufenthalt, denn dort in der Nähe wollten wir einen Klettersteig (Via Ferrata) begehen. Pia, Lisa und Miriam machten sich auf den Weg zur Felswand, während ich unten blieb, weil es mir nicht gut ging. Dann bekam ich einen Anruf von Lisa: „Pia kann nicht mehr weiter klettern, kannst du mal beim Schloss fragen, was man in so einem Fall tut?“ Tatsächlich musste die Feuerwehr anrücken, um Pia aus ihrer misslichen Lage abzuseilen. Mein Französisch reichte immerhin auch, um zu verstehen, dass diese Rettungsaktion nicht zum ersten Mal stattfand, im Sommer sei dieser Einsatz etwa wöchentlich notwendig. Da niemand verletzt war, konnten alle Beteiligten später darüber lachen.

Weiter ging es nach einem Zwischenstopp in Avignon auf einen Campingplatz in der Nähe von Montpellier direkt am Meer. Nach dem holprigen Start und dem vielen Autofahren in den ersten Urlaubstagen, konnte ich da endlich abschalten und mich wirklich wie im Urlaub fühlen, weil wir einen Tag komplett nur am Strand verbrachten. Im Meer abkühlen, sonnen und lesen, Karten spielen und dann wieder im Meer abkühlen und das den ganzen Tag.

Am nächsten Tag ging es dann über Carcassonne weiter in die Pyrenäen, wo wir in Lordat den schönsten Campingplatz aller Zeiten gebucht hatten und auf dem Campingplatz auch noch den mit Abstand besten Stellplatz bekommen hatten. Vom Zelt aus hatte man eine großartige Aussicht auf die Berge, das Dorf unten im Tal und die dazugehörige Burg.

Das letzte Ziel unserer Reise war dann Toulouse. Da unser Zelt am vorletzten Tag kaputt gegangen war und nur notdürftig geflickt werden konnte, waren wir diesmal ganz froh, auf ein AirBnB als Unterkunft zurückgegriffen zu haben. Einen Abend verbrachten wir nach einem Spaziergang durch die Stadt in Miriams neuer WG, wo wir zusammen kochten und mit ihrer Mitbewohnerin auf einem bunten Englisch-Französisch-Deutsch-Spanisch-Mix quatschten. Am zweiten Tag zeigte uns Lisas Schwester, die hier ebenfalls Erasmussemester verbracht hatte, die Stadt und wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang an der Garonne miterleben.

Es war sehr schön, mit meinen Freundinnen so viel Zeit zu verbringen und dabei gleichzeitig auch noch mein Französisch wieder auffrischen zu können – letzteres möchte ich gerne auch in Zukunft noch weiter ausbauen.