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Ingenieurwesen? Ja, bitte!: Klausurensommer

Ein Porträt-Foto von Katha

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

07.09.2020

Die Klausurphase hat die RWTH wieder fest im Griff. Doch diesmal ist vieles anders. Die ellenlange morgendliche Schlange vor der Bibliothek bleibt aus. Die Menschenknäuel, die sich üblicherweise vor und nach Klausuren an den großen Hörsaalgebäuden sammeln, verstreuen sich innerhalb von Sekunden. Und die Eisdiele des Studierendenwerks, die die aus der Mensa strömenden Massen an Studierenden normalerweise mit Nachtisch und Energie für den Nachmittag versorgt, hat nicht geöffnet.

Die einschneidendste Veränderung für mich ist aber, dass die Lernräume geschlossen sind. Das unterirdische Sparkassen-Forum, die kühlen Seminarräume des neuen Hörsaalgebäudes C.A.R.L. und selbst der nicht klimatisierte Audimax-Keller boten nämlich eine angenehmere Lernumgebung als mein kleines - und inzwischen gnadenlos aufgeheiztes - Zimmer. Wie jedes Jahr stelle ich mir auch in diesen „Semesterferien“ die Frage, welches Genie sich diesen Turnus für Winter- und Sommersemester ausgedacht hat. Während die ganze Nation die Sommerferien im Garten oder am See verbringt, büffeln Studis für Prüfungen, um dann im September und Oktober nach der letzten Klausur irgendwohin in den Urlaub zu fahren, wo es wärmer ist, als im herbstlichen Deutschland.

Immerhin verbringen meine Freunde und ich unsere Mittagessen damit, unseren Urlaub im Oktober zu planen, um schon einmal Vorfreude aufkommen zu lassen. Ein Roadtrip soll es wieder werden: Polen, Ungarn oder England sind im Spiel. Doch allzu sehr festlegen wollen wir uns nicht. Schließlich ist noch nicht abzusehen, wie sich die Corona-Lage entwickelt. Vielleicht nutzen wir das aber auch nur als Vorwand, um uns noch länger mit der Urlaubsplanung zu beschäftigen…