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100 erste Tage an der Hochschule

Erstiwoche!

Von der berühmt-berüchtigten Erstiwoche hat wohl jeder zukünftige Studienanfänger schon gehört. Ich hatte zuerst einmal ein ganz anderes Problem: Zu Beginn meines Vorkurses war ich in meine neue Wohnung gezogen und hatte gemeinsam mit meinen Eltern Schreibtisch, Kleiderschrank und Deko in meine Wahlheimat gebracht. Was fehlt da noch? Natürlich, ein neues Bett! Aber als es mir geliefert werden sollte, hatte der Lastwagen einen Unfall. Der Fahrer und die darin verwickelten Autofahrer kamen zum Glück mit dem Schrecken davon, nur mein Bett war leider nicht zu retten. In meinem Zimmer habe ich daraufhin kurzerhand Iso- und Turnmatten gestapelt. Gar nicht schlimm, dachte ich mir, fühlte ich mich doch ein wenig an einen Campingurlaub erinnert und war außerdem froh, bei all den Erstsemestern, die Jahr für Jahr an die Uni strömen, überhaupt eine schöne Wohnung gefunden zu haben. Langsam aber sicher wurde mir aber doch klar, wie schön es ist, sich abends in ein Bett legen zu können: Nur mit der Isomatte sieht so ein Zimmer doch immer provisorisch und nicht heimisch aus.
Die Erstiwoche ist in erster Linie dazu gedacht, neue Leute zu treffen: Die Fachschaften der Fakultäten, in denen du studierst, organisieren Stadtrallyes, Brunches und mehr. Einige meiner Freunde, die im selben Jahr wie ich aber an anderen Hochschulen ihr Studium begannen, hatten weniger Glück, weil nicht viele ihrer Kommilitonen mitmachten. Bei uns dagegen war es eine total schöne Woche! Ich kann jedem Erstsemester raten, an der Erstiwoche teilzunehmen! Es ist wirklich eine super Möglichkeit, die Menschen, mit denen man später in den Vorlesungen sitzt, kennenzulernen und erste Freundschaften zu knüpfen. Mein Tipp: Vergesst zwischen Stadtrallye, Brunch und Co. nicht, euch von der Fachschaft beim Belegen der Veranstaltungen helfen zu lassen. Je nachdem wie frei euer Modulplan ist, ist das nämlich mitunter gar nicht so einfach!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 5, 2017

100 erste Tage an der Uni

Vorkurs: Ist das wirklich das Richtige für mich?

Ob Vorkurse notwendig sind, darüber lässt sich streiten. Ich habe mich dennoch für einen Englischkurs angemeldet, weil ich die Sprache einfach mag, in meinem Auslandsjahr aber eben keine akademischen Texte auf Englisch gelesen habe. Außerdem entschied ich mich für einen Vorkurs, in dem Politik und Gesellschaft im historischen Wandel besprochen werden sollen. Als der Englischkurs begann, habe ich zwar einen Mietvertrag unterschrieben, konnte aber noch nicht in mein Wohnheimzimmer einziehen – und sagte daher kurzerhand ab.
Beim zweiten Vorkurs wollte ich dafür unbedingt dabei sein! Den Wohnungsschlüssel hatte ich inzwischen. Nach dem langen Sommer bei meinen Eltern jetzt so früh aufzustehen kostete erst mal Überwindung. Die Suche nach dem Unigebäude forderte meinen Orientierungssinn ganz schön heraus. Dort angekommen fühlte sich das alles ein wenig wie Schule an: Wir saßen schweigend im Obergeschoss einer Bibliothek, selbst der Raum sah mit Tischen, Stühlen und Tafel eigentlich aus wie ein typisches Klassenzimmer. An den ersten Tagen sollten wir einen groben Überblick über die politischen und kulturellen Entwicklungen – angefangen beim antiken Griechenland bis hin zur DDR – bekommen. Morgens erhielt jeder einen Text, den wir lesen und uns gegenseitig vorstellen sollten, nachmittags bekam jeder einen zweiten Text, den er genauso bearbeiten und jeweils der Gruppe präsentieren sollte – und ich bekam langsam Zweifel, ob die Sache mit der Universität wirklich das Richtige für mich ist. Habe ich wirklich Lust, in den nächsten drei Jahren Texte zu lesen, die mir so wahnsinnig trocken erscheinen? Das weiß ich nicht, aber etwas anderes weiß ich: Jetzt ist es so oder so zu spät, um mich für dieses Jahr noch für etwas anderes zu entscheiden. Und nur aufgrund des Vorkurses kann ich wohl kaum wissen, ob mir mein neues Studium gefällt – da kann ich es auch gleich noch etwas länger ausprobieren.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 24, 2017

100 erste Tage an der Uni

Wohnungssuche

Als ich nach meinem Abitur für ein Jahr nach Spanien ging, war es noch ganz einfach: Die Stiftung, in der ich meinen Freiwilligendienst leistete, hatte sich längst um eine Wohnung gekümmert, als ich am Flughafen ankam. Die Französin, die gemeinsam mit mir in einem Projekt eingesetzt war, und ich hatten jede ein eigenes, bereits möbliertes Zimmer, dazu kam eine voll ausgestatte Küche, ein schönes Wohnzimmer und auch Waschmaschine, Putzzeug und Küchenutensilien waren schon da.
In diesem Jahr ist das alles nicht so einfach: Bald beginne ich mein Studium in Bonn und bisher habe ich noch keine Wohnung. Sich beim Studierendenwerk anzumelden und sich für einen Platz im Studentenwohnheim zu bewerben, das ist schnell gemacht – viel Hoffnung mache ich mir aber nicht, denn die Warteliste ist lang.
Umso mehr WG-Anzeigen lassen sich dafür im Internet finden: Zahlreiche WGs sind hier auf der Suche nach neuen Mitbewohnern und laden zum WG-Casting ein. Als ich das erste Mal nach Bonn gefahren bin, um mir eine WG anzuschauen, war die Erfahrung aber eher ernüchternd: Gleich drei der WGs entpuppen sich als viel zu weit außerhalb und in den anderen beiden bin ich nur eine von mehr als hundert Bewerbern. An insgesamt vier Tagen fuhr ich trotzdem immer wieder nach Bonn, schaute mir Wohnungen und Wohngemeinschaften an – aber letztendlich war ein Tipp eines Bekannten entscheidend: Einer meiner ehemaligen Mitschüler studiert bereits seit einem Jahr in Bonn und gab mir die Adresse des privaten Wohnheims, in dem er wohnt. Dies ist zwar auch nicht ganz zentral, dafür gefällt mir das Zimmer total gut und es ist auch nicht zu teuer. Gleich am selben Tag habe ich den Mietvertrag unterschrieben!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 17, 2017