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100 erste Tage an der Uni

Wohnungssuche

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

17.03.2017

Als ich nach meinem Abitur für ein Jahr nach Spanien ging, war es noch ganz einfach: Die Stiftung, in der ich meinen Freiwilligendienst leistete, hatte sich längst um eine Wohnung gekümmert, als ich am Flughafen ankam. Die Französin, die gemeinsam mit mir in einem Projekt eingesetzt war, und ich hatten jede ein eigenes, bereits möbliertes Zimmer, dazu kam eine voll ausgestatte Küche, ein schönes Wohnzimmer und auch Waschmaschine, Putzzeug und Küchenutensilien waren schon da.
In diesem Jahr ist das alles nicht so einfach: Bald beginne ich mein Studium in Bonn und bisher habe ich noch keine Wohnung. Sich beim Studierendenwerk anzumelden und sich für einen Platz im Studentenwohnheim zu bewerben, das ist schnell gemacht – viel Hoffnung mache ich mir aber nicht, denn die Warteliste ist lang.
Umso mehr WG-Anzeigen lassen sich dafür im Internet finden: Zahlreiche WGs sind hier auf der Suche nach neuen Mitbewohnern und laden zum WG-Casting ein. Als ich das erste Mal nach Bonn gefahren bin, um mir eine WG anzuschauen, war die Erfahrung aber eher ernüchternd: Gleich drei der WGs entpuppen sich als viel zu weit außerhalb und in den anderen beiden bin ich nur eine von mehr als hundert Bewerbern. An insgesamt vier Tagen fuhr ich trotzdem immer wieder nach Bonn, schaute mir Wohnungen und Wohngemeinschaften an – aber letztendlich war ein Tipp eines Bekannten entscheidend: Einer meiner ehemaligen Mitschüler studiert bereits seit einem Jahr in Bonn und gab mir die Adresse des privaten Wohnheims, in dem er wohnt. Dies ist zwar auch nicht ganz zentral, dafür gefällt mir das Zimmer total gut und es ist auch nicht zu teuer. Gleich am selben Tag habe ich den Mietvertrag unterschrieben!

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