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An das geheimnisvolle Heinzelmännchen

Autor:
Lydia

Rubrik:
ausbildung

21.05.2019

Im Klinikum fallen mir seit einiger Zeit an den unterschiedlichsten Orten kleine Sticker oder Zettel auf: im Fahrstuhl, am Postkasten oder in der Wäschekammer. Immer wieder begegnen mir diese Aufkleber, die mit witzigen, ernsten oder aufmunternden Texte versehen sind.
Seitdem frage ich mich, von welchem Heinzelmännchen diese stammen. Einer der Sprüche hat mich sogar zum Nachdenken angeregt: „War es der Tag, der den Tag schlecht gemacht hat oder waren es fünf Minuten, die den Tag schlecht gemacht haben?“
Ich muss zugeben, diese wenigen Worte drücken sehr viel Wahrheit aus. Viel zu oft lasse ich mir von Kleinigkeiten den Tag vermiesen und lege zu viel Fokus auf die negativen Aspekte. Anstatt mich über die positiven Dinge zu freuen, konzentriere ich mich auf die schlechten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur mir so geht. Dabei ist es so schade, seine Zeit mit schlechter Laune zu verschwenden, wenn sie eigentlich gar nicht nötig wäre.
Also habe ich ein kleines Selbstexperiment gemacht und darauf geachtet, mir meinen Tag nicht von Kleinigkeiten vermiesen zu lassen und stattdessen die positiven Dinge zu schätzen – nicht nur die großen guten , sondern auch die vielen kleinen. Ich will mehr Dankbarkeit leben und nicht alles so selbstverständlich nehmen. Ich will nicht sofort schlecht über einen Menschen urteilen, nur weil er einmal unfreundlich war. Vielleicht hatte diese Person mehr als fünf schlechte Minuten an diesem Tag.
Durch meine gute Laune bin ich selbst viel aufgeschlossener und offener fremden Menschen gegenüber und laufe mit einer positiven Ausstrahlung durch die Gegend.
Insofern: Danke, liebes Heinzelmännchen, für das Verteilen der Sticker. Mach weiter so! Ich bin gespannt, wie viel Inspiration ich noch so in den versteckten Krankenhauswinkeln aufsaugen kann.

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