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Ein Stipendium bei der Friedrich-Naumann-Stiftung?

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Rubrik:
studium

27.02.2014

Am vergangenen Wochenende war das Auswahlseminar der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Martin, ein Freund und Kommilitone von mir, hatte sich dort im November um ein Stipendium beworben und mir ausführlich von dieser eigentümlichen Erfahrung berichtet. Ich halte das Ganze für sehr erzählenswert. Im November hatte er also auf deren Internetseite ein Formular ausgefüllt, mit einigen Angaben zu seinem Studium der Kulturwissenschaften, seinem gesellschaftlichen Engagement und seiner liberalen Einstellung, hatte sein Abiturzeugnis hochgeladen und auch rechtzeitig zwei Dozenten gefunden, die für ihn ein positives Gutachten verfasst und an die Stiftung geschickt haben.

Im Januar dann bekam er eine erste Rückmeldung, dass die Stiftung sich über seine Bewerbung freue und ihn zu einem Auswahlseminar nach Gummersbach bei Köln einlade. Die erste Hürde war also genommen. Wie Martin mir erzählte, hat er sich dann in den 14 Tagen vor diesem Termin noch intensiv mit der Geschichte der FDP, der Stiftung, ihrem Namensgeber, der aktuellen politischen Situation und einigem Infomaterial auf der Internetseite der Stiftung beschäftigt. Ein anderer Freund, der von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert wird, hat mir mal erzählt, dass die Studenten auf deren Auswahlseminar, noch kurz bevor man mit ihnen sprach, mit Karteikarten verschiedene politische Ereignisse und Namen auswendig lernten – wie vor einer mündlichen Abiturprüfung in Gesellschaftskunde.

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