Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Rote Karte für den Präsidenten

Der 17. November ist in Tschechien ein Feiertag. Man gedenkt quasi doppelt: Dem Studentenaufstand 1939, der sich gegen die Schließung der tschechischen Universitäten und Hochschulen im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren richtete, und, daraus resultierend, den 50 Jahre später stattfindenden ersten Protesten der samtenen Revolution. Eigentlich hatte man sich 1989 zum Gedenken an jenen Studentenprotest getroffen, doch daraus wurde recht bald eine Massendemonstration gegen die kommunistische Gegenwart.
Auch heute wird dieser Tag zu Demonstrationen genutzt, 2014 vor allem gegen Präsident Zeman. Die rote Karte für den Präsidenten einigte die Zeman-Gegner. Tatsächlich hatte sich der tschechische Präsident scheinbar (wieder mal) einiges zu Schulden kommen lassen. Abgesehen davon, dass er auf Dienstreisen in China und der Ukraine wohl mit Aussagen provozierte, die umgehend von der Regierung dementiert werden mussten, schwirrte eine Woche lang nur ein Thema durch die tschechischen Medien: Zeman, wie er mit wüstesten Beschimpfungen und vulgärsten Ausdrücken im Live-Interview über die russische Band „Pussy Riot“ herzog. Plötzlich wollte niemand mehr diesen Präsidenten gewählt haben, er sei eine Schande für Tschechien und solle einen Arzt zu Rate ziehen, um seine Alkoholprobleme zu lösen (Kommentar der Lidové Noviny, einer tschechischen Tageszeitung). Kurz: Der Rückhalt in der Bevölkerung sinkt enorm ...

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Dec 23, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Dec 23, 2014

Studentenleben live

Mann oder Frau - oder was denn nun?

Gegen Ende meines Praktikums hatte ich die einmalige Gelegenheit, mit zwei siebten Klassen (also 46 Teenagern zwischen zwölf und dreizehn) auf Klassenfahrt nach Köln zu reisen. Klingt anstrengend. War es auch! Mir taten vor allem die „normalen“ Reisenden leid, die mit uns im ICE saßen. Gekreische hier, Gekicher da, und nachher sah es aus wie ein Schlachtfeld, obwohl wir mehrmals ermahnt hatten, allen Müll wegzuwerfen.

Davon abgesehen gab es zwei absolute Highlights auf dieser Fahrt, bei denen ich gemerkt habe, dass, auch wenn sich die Teenager sehr erwachsen fühlen, ihnen doch ein paar Jährchen an Lebenserfahrung fehlen.

Situation eins: 46 mehr oder weniger pubertierende Jugendliche aus einem kleinen Dorf im Schwarzwald sehen einen Erotik-Shop. Es gab ein großes Hallo und es wurden dutzende Fotos mit den Smartphone-Kameras geschossen. Dass Köln nicht nur eine sehr alte römische Stadt mit einem wunderschönen gotischen Dom, sondern auch die heimlich Hauptstadt der „SchwuLesBiTrans“-Bewegung ist, wurde in den Vorbereitungen anscheinend verschwiegen.

Situation zwei: Wir stehen vor der Baustelle, an der das ehemalige Kölner Stadtarchiv eingestürzt ist. Plötzlich kommt eine Frau aus der Kneipe gegenüber dazu und erzählt uns aus erster Hand, was da damals passiert ist. Es ist doch hochinteressant, einen Augenzeugenbericht zu hören, könnte man meinen. Aber was die meisten Schülerinnen und Schüler leider nur interessiert hat ist, ob die Augenzeugin nun Mann oder Frau war. Ununterbrochen habe ich neben mir Getuschel gehört. „Nein, das ist ein Mann, das sieht man doch!“, „He, nein, guck doch mal genau hin, das ist eine Frau!“

Offensichtlich haben sie noch nie darüber nachgedacht, dass sich nicht alle Menschen in eine der beiden Kategorien Mann oder Frau einteilen lassen wollen. Und dass es doch in dieser Situation, in der ein Mensch uns einfach seine oder ihre Erlebnisse vom Einsturz des Stadtarchivs erzählen möchte, völlig egal ist, was für ein Geschlecht er oder sie hat. Aber gut, mit zwölf oder dreizehn Jahren ist es auch nicht schlimm, darüber noch nicht nachgedacht zu haben. Schließlich sind die meisten mit ihrer eigenen Entwicklung beschäftigt. Trotzdem konnte ich mir einen Kommentar nicht verkneifen und vielleicht ist ja doch bei dem einen oder anderen angekommen, dass alle Menschen unterschiedlich sind.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Dec 19, 2014

Studentenleben live

Neues Semester, neuer Studiengang

Der Semesterbeginn ist zwar jetzt schon etwas länger her, aber ich werde trotzdem drüber schreiben, denn für mich war es kein Semesterstart wie jeder andere – schließlich habe ich den Studiengang gewechselt. Nach zwei Semestern Medizin und langem hin und her, habe ich mich dazu entschlossen, zu Psychologie zu wechseln. Glücklicherweise habe ich im Nachrückverfahren einen Platz in Leipzig bekommen und kann hier bleiben.

Am Anfang des Semesters gab es viele schöne Veranstaltungen, die der Fachschaftsrat organisiert hat. Wir sind etwa zum Cospunder See geradelt, waren beim Brunch und haben einen Stadtspaziergang gemacht.

Aber nicht nur der Fachschaftsrat hat uns einen schönen Einstieg beschert, auch die Professoren haben jeweils am ersten Termin ihrer Vorlesungen noch mal erklärt, was ihr Fach eigentlich ausmacht und warum es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen. Generell ist der Umgangston sehr angenehm und familiär. Aber klar. Wir sind jetzt insgesamt 80 Studierende im ersten Semester – in Medizin waren wir 360.

Ich habe mir für das erste Semester drei Module ausgesucht: Statistik, Biopsychologie und Einführung in die Psychologie. Besonders gefällt mir Statistik – endlich ist mal was richtig logisch! Biopsychologie ist bis jetzt eine Mischung aus Physiologie, Neurologie, Anatomie und Biologie. Das fühlt sich ein bisschen wie Medizin-Nachwehen an. Die Einführung in die Psychologie ist sehr spannend. Hier wir je Vorlesung ein Bereich der Psychologie vorgestellt. Letztes Mal war Entwicklungspsychologie dran. Dabei haben wir etwas über verschiedene Entwicklungstheorien gehört und gelernt, ab wann Babys Stimmen und Silben auseinanderhalten können.

Das Beste ist aber, dass mir nebenher Zeit für Salsa tanzen, im Fachschaftsrat mitwirken und für meine Freunde bleibt. Ich muss nicht jede Minute genau durchplanen, so wie das letztes Jahr bei Medizin der Fall war.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Dec 19, 2014