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Studentenleben live

Die Puppenstadt

Nach meiner dritten Woche in Brüssel beschloss ich, zwei meiner besten Freundinnen in Paris zu besuchen. Glücklicherweise hatten sie am Wochenende noch nichts vor und so war die Sache schnell geplant. In Paris schien mir das Französische gleich viel präsenter – hatte ich mich einfach nur schon an Brüssel gewöhnt oder lag es an den vielen internationalen Einflüssen der Stadt, dem Englisch, Spanisch und Italienisch, das man auf dem Weg von der Ständigen Vertretung zum Rat dauernd zu Ohren bekommt?
Nach ein paar Eingewöhnungsminuten ist es mit meinen Freundinnen fast so wie immer. Die eine ist frisch von ihrem Auslandssemester in Bogotá zurück, die andere hat gerade ein Praktikum bei der deutschen Botschaft in Shanghai absolviert. Wo fängt man da an zu erzählen? Am besten bei den Erfahrungen, die am neusten sind. Und so arbeiteten wir uns langsam Monat für Monat zurück bis zu unserem letzten Unitag in Hamburg, redeten über die gefährliche Metro im hektischen China, über Guerillakriege, die entspannte Atmosphäre in Kolumbien und den sich bestätigenden Käse-Fanatismus in Frankreich, während wir durch die Gassen dieser puppenhaft scheinenden Stadt schlenderten und frische Crêpes aßen. Obwohl es sich um ein Nachbarland zu Deutschland handelt, ist die Atmosphäre hier ganz anders. Es gibt ausgelassenen Auftritte von Orchestern auf den Straßen und ein gut ausgebautes Netz von Erasmus-Studenten. Ich bin mir sicher: Hier hätte es mir auch gefallen. Und nach diesem kleinen Vorgeschmack auf die „grande réunion“ meines Freundeskreises in Hamburg stieg – trotz zu erwartendem hohen Arbeitspensum – die Vorfreude auf den Unibeginn.

 

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jan 14, 2015

Studentenleben live

Eisregen oder die Tram schreibt Geschichte

Es war der erste winterliche Tag in Prag und ich war wieder mal zu spät dran. Mit öffentlichem Nahverkehr hatte ich in Tschechien auch im Winter nur gute Erfahrungen gemacht. Ich sorgte mich also kaum, als ich aus dem Haus spurtete und mich bereits auf dem obersten Treppenabsatz fast in die Horizontale beförderte: In der Nacht hatte es geregnet und dieser Regen war zu einer spiegelglatten Eisfläche gefroren.
Trotzdem trabte ich munter zur Straßenbahn. Vorbei an zentimeterlangen Eiszapfen; jeder Grashalm und jeder einzelne Ast war von einer dicken Eisschicht umgeben und es sah einfach märchenhaft aus. Meine einzige Sorge war, dass ich vergessen haben könnte, den Fotoapparat einzupacken und als ich an der Haltestelle ankam, wunderte ich mich nur kurz, warum so unglaublich viele Menschen dort standen. Gedankenversunken sah ich mich um und wartete. Mein Blick fiel auf die Oberleitungen über der Straße. Auch dort hingen Eiszapfen. Moment?! Dort hingen Eiszapfen?! Langsam dünkte mir, dass heute keine Straßenbahn kommen würde und dass das vielleicht auch der Grund war, warum so viele Leute hier vergeblich warteten. Auf der Gegenseite fuhr ein Ersatzbus vorbei.
Es würde also früher oder später ein Bus kommen, das war gut zu wissen. Er kam aber nicht.
Mein Kurs an der Uni hatte seit einer Viertelstunde begonnen als ich auf den Gedanken kam, mit der Metro zu fahren. Die würde wohl nicht eingefroren sein. Ich wartete also eine weitere Ewigkeit auf einen anderen Bus, in dem sich dann etliche Menschen drängelten. Sie waren trotzdem guter Dinge. Niemand meckerte. Ich war die einzige, die zu spät zum Seminar kam. Alle anderen waren wohl besser auf einen Wintereinbruch vorbereitet. Erst später erfuhr ich, dass erstmalig seit Bestehen der Prager Verkehrsbetriebe das komplette Straßenbahnnetz außer Betrieb war. Interessant, wie wenig das den Menschen hier auf die Laune schlägt!

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jan 13, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jan 13, 2015

Studentenleben live

Regelstudienzeit zum Greifen nah

Kurz vor Weihnachten hatte ich neben dem jährlichen Geschenkestress trotz Hausarbeit und Referaten wirklich Grund zur Freude. Für den Abschluss meines Soziologie-Studiums fehlt mir nämlich noch genau eine Prüfung, die schriftlich sein muss, sprich eine Klausur oder eine Hausarbeit. Ich hatte allerdings bislang befürchtet, diese Hausarbeit in meinem absoluten Hassseminar schreiben zu müssen – über trockene Theorien ohne wirklichen Praxisbezug. Die Alternative wäre gewesen, im kommenden Semester auf einen Platz in einem besseren Seminar zu hoffen – und damit neben der Bachelorarbeit eine weitere Hausarbeit schreiben zu müssen. Oder eben ein siebtes Semester Germanistik zu studieren und womöglich ein ganzes weiteres Jahr zu verlieren, weil die Masterstudiengänge für das Lehramt an meinen Wunsch-Unis nur im Wintersemester starten. Keine guten Aussichten.

Dann erfuhr ich aber, dass ich die Arbeit auch in einem gleichwertigen Seminar eines anderen Moduls schreiben könnte. Der Rest war nur noch eine Formalität: In der Fachschaft nachfragen, ob es wirklich geht und den Dozenten fragen, ob es für ihn okay wäre, wenn ich mir die Arbeit bei ihm für ein anderes Seminar anrechnen lasse. Für die erste Sitzung im neuen Jahr steht jetzt ein Gespräch über das Thema an. Ich hoffe, dass ich mein Wunschthema bekommen kann, über das ich bereits eine mündliche Prüfung abgelegt und ein Referat gehalten habe, denn die nächsten Semesterferien sind schon ziemlich vollgepackt: Wenn alles so läuft, wie ich es erhoffe, schreibe ich zwei Hausarbeiten parallel und mache nebenbei mein vierwöchiges Praktikum in der Schule. Direkt nach den Ferien steht dann eine mündliche Prüfung an.

Ich bin gespannt, ob ich alles schaffe, aber wenn mein Plan aufgeht, ist die einzige Prüfung, die ich im sechsten Semester schreiben muss, meine Bachelorarbeit.

Die kommenden Wochen werden unglaublich stressig, aber ich habe wieder ein Ziel vor Augen: den Bachelor in Regelstudienzeit zu schaffen!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 9, 2015